Geopolitisches Risiko belastet

DAX rutscht leicht ab nach Drohnenabschuss

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex DAX ist am Mittwoch mit leichten Einbußen in den Handel gestartet. Aktuell steht er bei rund 24.765 Punkten. Anleger werden zu erhöhter Vorsicht gemahnt, nachdem der Abschuss einer iranischen Drohne durch die USA die Märkte bereits in Aufruhe versetzt hat. Insbesondere das geopolitische Risiko bleibt hoch, was die Volatilität weiter anheizen dürfte.

Volatiler Handel erwartet

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch einen verhaltenen Start hingelegt. Gegen 9:30 Uhr notierte der DAX mit 0,1 Prozent im Minus bei etwa 24.765 Zählern. An der Spitze der Kursliste zeigten sich wie üblich Ankerwerte wie BASF, Mercedes-Benz und die Telekom. Am unteren Ende des Spektrums fanden sich Titel wie Heidelberg Materials, Scout24 und Rheinmetall.

US-Aktion schürt Unsicherheit

Der Abschuss einer iranischen Aufklärungsdrohne durch die USA am Vortag hat die Wall Street bereits in Unruhe versetzt und sorgt auch an den europäischen Börsen für Nervosität. „Der politische Risiko bleibt hoch“, kommentiert Thomas Altmann von QC Partners die aktuelle Gemengelage. „Anleger sollten im aktuellen Umfeld auf spontan zunehmende Schwankungen vorbereitet sein.“

Edelmetalle und Öl im Fokus

Die Eskalation im Nahen Osten wirft ein Schlaglicht auf klassische Krisenprofiteure. „Der gestrige Abschuss bringt den zuletzt so stark unter Druck geratenen sicheren Hafen der Edelmetalle zurück aufs Spielfeld“, so Altmann weiter. Auch der Ölpreis reagierte prompt mit einem spürbaren Kurssprung. Dies sei angesichts der drittgrößten Ölreserven der Welt im Iran nicht überraschend, so der Experte.

Hohes Handelsvolumen, wenig nachhaltige Käufer

Das Handelsvolumen am Vortag habe das bisher höchste in diesem Jahr erreicht, erklärte Altmann. Dies sei jedoch hauptsächlich auf Gewinnmitnahmen nach dem kurzzeitigen Überschreiten der 25.000-Punkte-Marke zurückzuführen. „Es zeige sich weiterhin, dass es aktuell zu wenig langfristig orientierte Käufer gebe, die den DAX nachhaltig über die 25.000 trügen“, so die Einschätzung. „Stattdessen werden Kursrückgänge zwar gekauft, Erholungen aber auch schnell verkauft. Es ist aktuell ein typischer Trader-Markt.“

Euro legt leicht zu

Die Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochmorgen etwas fester. Ein Euro wurde für 1,1831 US-Dollar gehandelt, während ein Dollar umgerechnet 0,8452 Euro kostete. Derweil zog der Ölpreis weiter an: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Morgen um 28 Cent auf 67,61 US-Dollar.