Dax rutscht ab
Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch einen Dämpfer erhalten. Der DAX schloss den Handel bei 24.603 Punkten und verbuchte damit ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortag.
Chemiewerte im Aufwind
Trotz des allgemeinen Abwärtstrends konnten sich einige Branchen hervorheben. Brenntag und BASF zeigten sich stark, möglicherweise befeuert durch Spekulationen über eine Abschwächung des Klimaschutzes. Diese Nachrichten ließen die Anleger offensichtlich bei Chemiewerten zugreifen.
SAP und Siemens belasten
Demgegenüber stürzten Aktien wie Heidelberg Materials ab. Das Unternehmen hatte mit seinem nahezu CO2-freien Zement bislang einen klaren Wettbewerbsvorteil. Experten sehen die hohe Gewichtung von Technologiewerten wie SAP und Siemens im DAX als Hauptgrund für den Indexverlust an. „Viel Technologie steckt zwar nicht drin im Dax, aber wenn die wenigen Aktien Federn lassen müssen und wie im Fall von SAP und Siemens hoch gewichtet sind, dann kommt auch der Index nicht vom Fleck“, kommentierte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets.
US-Daten drücken Stimmung
Auch ein positiver Start nach guten Geschäftszahlen von Infineon konnte die Stimmung nicht lange halten. Später am Tag kippte die Stimmung, ähnlich wie bereits zuvor an der Wall Street, wo Datenanalyse- und Software-Aktien für Druck sorgten. Nachbörslich enttäuschte zudem AMD mit seiner Quartalsbilanz, was auch den deutschen Tec-Wert Infineon traf. Die schnelle Abkühlung positiver Reaktionen deutet auf eine hohe Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen hin, was für den Gesamtmarkt kein gutes Zeichen ist.
SAP sendet Verkaufssignal
Die SAP-Aktie gab weiter an Boden verloren und fiel sogar unter das Tief nach den Zahlen der Vorwoche. Dies wird als weiteres Verkaufssignal gewertet, dem sich auch der DAX nicht entziehen konnte. Die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, die der Index am Vortag noch kurzzeitig übersprungen hatte, gerät somit weiter in weite Ferne.
Euro und Rohstoffe im Blick
Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag etwas schwächer und kostete 1,1797 US-Dollar. Der Goldpreis gab ebenfalls nach und wurde für eine Feinunze mit 4.870 US-Dollar gehandelt (-1,6 Prozent). Öl hingegen verbuchte leichte Gewinne: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent stieg um 24 Cent auf 67,57 US-Dollar.
