1.700 weniger Bewerber als 2021

Bundestagswahl 2025 mit deutlichem Rückgang: Weniger Kandidaten, weniger Frauen weniger Parteien

Der Bundestagssaal mit dem großen Bundesadler-Emblem an der Wand. Im Vordergrund ist eine Glasbrüstung zu sehen, die den Blick auf die sitzenden Abgeordneten und Redner freigibt. Einige Abgeordnete sind in Diskussionen vertieft, während andere den Redebeiträgen folgen. Kamerateams sind auf der oberen Galerie positioniert. Die Architektur des Raumes ist modern, mit großen Glasflächen, die für viel Tageslicht sorgen.
Foto: Foto: Thomas Trutschel/ photothek

Weniger Parteien, weniger Listenplätze

Während sich 2021 noch 40 Parteien mit insgesamt 338 Landeslisten zur Wahl stellten, sind es in diesem Jahr nur noch 29 Parteien mit 229 Landeslisten. Damit stehen den Wählern insgesamt 3.700 Listenkandidaten zur Auswahl – rund 1.200 weniger als vor vier Jahren. Auch der Frauenanteil ist leicht gesunken: 35 % der Listenkandidaten sind Frauen (2021: 36 %).

Die etablierten Parteien treten flächendeckend an: CDU, CSU, SPD und FDP sind in allen 299 Wahlkreisen vertreten. Die Grünen und die Linke kandidieren in 297 Wahlkreisen, die AfD in 295 Wahlkreisen.

Berlin mit den meisten Wahlvorschlägen, Thüringen mit den wenigsten

Die Stimmzettel unterscheiden sich je nach Wahlkreis erheblich. Der Wahlkreis mit den meisten Bewerbern ist „Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost“ mit 20 Listenpositionen. Die wenigsten Wahlvorschläge gibt es mit jeweils 11 Listenpositionen in fünf Thüringer Wahlkreisen.

Viele Altbekannte, aber auch junge Newcomer

Von den aktuell 733 Bundestagsabgeordneten kandidieren 587 erneut – das entspricht 80 % der bisherigen Parlamentarier. Gleichzeitig treten 94 Bewerber erstmals an, weil sie nach der Wahl 2021 volljährig geworden sind.

Die jüngste Kandidatin ist 18 Jahre alt und tritt im Wahlkreis „Zollernalb – Sigmaringen“ in Baden-Württemberg an. Die älteste Bewerberin ist mit 88 Jahren auf einer Landesliste in Hamburg vertreten. Das Durchschnittsalter aller Bewerber liegt mit 45,3 Jahren nahezu auf dem Niveau von 2021 (45,5 Jahre).

Weitere Informationen zu den Kandidaten und Wahlvorschlägen sind auf der Website der Bundeswahlleiterin abrufbar.