18-Jähriger fordert 200.000 Euro

admark.ai bei „Die Höhle der Löwen“: KI aus dem Kinderzimmer sorgt für Diskussionen

Mann in Hemd spricht vor einem Bildschirm mit dem Logo von admark.ai.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Mit gerade einmal 18 Jahren betritt Christopher Luis Zoellner aus Schwarzenbek die Bühne von „Die Höhle der Löwen“ – und tritt in große Fußstapfen. Sein Bruder Davis hatte 2021 bereits einen Deal mit Carsten Maschmeyer geholt. Nun will Christopher mit admark.ai die Investoren überzeugen.

Sein Angebot: 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Bewertung: 800.000 Euro vor Investment.

Die Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen.

Was kann admark.ai?

admark.ai ist eine KI-gestützte Plattform zur Optimierung von Social-Media-Strategien. Entwickelt – wie Zoellner selbst sagt – im eigenen Kinderzimmer.

Die Software analysiert Unternehmenskommunikation auf Plattformen wie Instagram, Facebook und LinkedIn. Sie bewertet Inhalte mit sogenannten Erfolgsscores und liefert konkrete Optimierungsvorschläge:

  • Textstruktur
  • Emoji-Nutzung
  • Bild- und Videogestaltung
  • plattformspezifische Anpassungen
  • datenbasierte Performance-Analysen

Ziel ist es, Social Media messbarer und strukturierter zu machen. Statt spontaner Postings soll datenbasierte Kommunikation treten – mit klarer Zieldefinition, stabiler Tonalität und langfristiger Performance.

Zoellner betont: „Ich möchte Social-Media-Marketing messbar erfolgreicher machen. Automatisiert, datenbasiert und aus Deutschland.“

Der Pitch: Jung, ruhig, selbstbewusst

Im Studio herrscht spürbare Spannung. Ein 18-Jähriger erklärt gestandenen Investoren, wie datengetriebene Kommunikation funktioniert. Besonders Tech-Investor Frank Thelen hakt kritisch nach – will über Technologien sprechen, nicht nur über Lösungen.

Zoellner bleibt ruhig, argumentiert sachlich und souverän. Er verweist darauf, dass Social Media kein kreativer Zufall sei, sondern ein strukturierter Prozess: Zieldefinition, Plattformlogik, Kennzahlenanalyse, kontinuierliche Optimierung.

Die Löwen zeigen sich beeindruckt von Alter, Auftreten und Ehrgeiz – hinterfragen aber gleichzeitig Skalierbarkeit, Wettbewerb und tatsächlichen Mehrwert gegenüber bestehenden Tools.

Marktumfeld: Social Media unter Druck

Das Problem, das admark.ai adressiert, ist real: Unternehmen posten häufig ohne klare Strategie. Inhalte entstehen schnell, aber ohne strukturierte Analyse. Plattformmechaniken ändern sich laufend, Zielgruppen reagieren sensibel, der Wettbewerb um Aufmerksamkeit wächst.

Erfolgreiche Beiträge basieren zunehmend auf:

  • klar definierten Kommunikationszielen
  • plattformspezifischer Anpassung
  • datenbasierter Auswertung
  • effizienteren Workflows

Genau hier positioniert sich admark.ai als Assistenzsystem: weniger kreative Einzelidee, mehr Prozessoptimierung.

Gründer-Battle: Bierbommel vs. LUBELL

Neben admark.ai sorgt ein klassisches Battle für Tempo in der Folge. Zwei Start-ups haben 60 Sekunden, um die Löwen zu überzeugen.

Bierbommel aus Castrop-Rauxel
Dr. med. Heinz von Gersum (55)
Angebot: 60.000 Euro für 30 Prozent
Produkt: Halterung für sicheren Bechertransport im Stadion

LUBELL aus Offenberg
Lisa Hennrich (35)
Angebot: 100.000 Euro für 15 Prozent
Produkt: Duftspendendes Armband

Nur ein Team bekommt mehr Zeit – das andere muss die Höhle sofort verlassen.

Deal oder Dämpfer?

admark.ai reiht sich in der Sendung eher auf der funktionalen Seite ein. Kein greifbares Konsumprodukt, sondern ein Business-Tool für Unternehmen. Weniger Showeffekt, mehr Prozesslogik.

Gerade das macht den Pitch spannend: Setzen die Löwen auf jugendliche Tech-Kompetenz und datengetriebenes Marketing? Oder schreckt sie die Komplexität des Modells ab?

Die Folge zeigt jedenfalls: Auch mit 18 Jahren kann man die Höhle betreten – und sich souverän behaupten. Ob am Ende ein Deal zustande kommt, entscheidet sich nach intensiver Diskussion.

Eines steht fest: admark.ai erweitert das Spektrum der gezeigten Start-ups um einen klar digitalen, prozessorientierten Ansatz – und sorgt für eine der spannendsten Tech-Debatten der Staffel.