SPD-Flügel fehlt
Der Verdi-Chef appelliert direkt an die Wähler: „Wählen Sie keine Partei, die Sozialabbau organisieren will.“ Er konstatiert, dass sich die Anhänger eines wirtschaftsliberalen und neoliberalen Kurses zunehmend in der Union sammeln, nachdem die FDP weitgehend an Bedeutung verloren habe.
Arbeitnehmerseite kaum sichtbar
Werneke bemängelt, dass ein arbeitnehmerorientierter Flügel innerhalb der Union kaum noch erkennbar sei. „Damit verliert die Union ein Stück weit den Charakter als Volkspartei, aus meiner Sicht.“
Gegen Einschränkung von Rechten
Besonders kritisiert der Gewerkschafter Vorschläge aus Unionskreisen und von Lobbygruppen, den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken oder den Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst zu lockern. Er warf der Union vor, im Vorfeld der Bundestagswahl Versprechungen gemacht zu haben, die sie nun im Sinne der Arbeitgeber brechen wolle.
Wenneke weiter: „Persönlichkeiten in den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden, auch einzelne Unternehmer, glauben, sie haben in diesen Zeiten Oberwasser. Es ist ihnen ja auch alles Mögliche versprochen worden im Vorfeld der Bundestagswahl von der Union.“ Dazu gehörten der „Herbst der Reformen“ und Veränderungen im Rentensystem zulasten der Beschäftigten. „Mich und unsere Mitglieder interessiert nicht, welche aus meiner Sicht unerfüllbaren Versprechungen die Union gemacht hat.“


