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"Nur" ein mittelmäßiger See?

Bodensee: Gigant oder Seepferdchen? Die Wahrheit über den größten See Baden-Württembergs?!

Foto: Achim Mende / Inernationale Bodensee Tourismus GmbH

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Ist der Bodensee wirklich der größte See in Baden-Württemberg? Diese Frage spaltet die Gemüter und sorgt immer wieder für hitzige Diskussionen. Die Antwort mag manchen überraschen: Nein, der Bodensee ist nicht der unangefochtene Gigant, sondern muss sich geschlagen geben. Mit seinen 536 Quadratkilometern Fläche mag er zwar beeindruckend groß erscheinen, doch im Schwarzwald lauert heimlich der wahre Champion.

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Mit gerade einmal 5,1 km²: Der überraschende Spitzenreiter – der Schluchsee

Mit seinen 5,1 Quadratkilometern übertrumpft der Schluchsee den Bodensee deutlich und darf sich somit als der wahre „Größte“ im Land bezeichnen. Doch wie kann das sein? Der Clou liegt in der Grenzziehung. Der Bodensee, umschmeichelt von Deutschland, Österreich und der Schweiz, teilt seine Fläche nicht mit einem einzelnen Land. Die Seefläche selbst gehört keinem der Anrainerstaaten, sondern gilt als internationales Gewässer. Lediglich die Uferbereiche fallen unter die Hoheit der jeweiligen Länder. Der Schluchsee hingegen liegt komplett auf baden-württembergischem Gebiet und kann somit als der unumstrittener „Größte“ des Bundeslandes gefeiert werden.

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Der Schluchsee: Wo sich Baden-Württembergs wahre Größe in stiller Pracht offenbart.
Foto: © Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Größe ist nicht alles: Der Bodensee als Multitalent

Trotz seines „kleineren“ Status in Baden-Württemberg spielt der Bodensee eine zentrale Rolle für die Region. Er ist weit mehr als nur ein beeindruckendes Gewässer. Seine idyllische Landschaft, geprägt von sanften Hügeln, schmucken Dörfern und historischen Städten, zieht jährlich Millionen von Touristen an. Der See selbst bietet ein Paradies für Wassersportler, Segler und Sonnenanbeter. In den Tiefen des Bodensees tummeln sich unzählige Fischarten, die für eine reichhaltige und köstliche Speisekarte in den Restaurants am Ufer sorgen.

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Beim Segeln vom Optimist lernen Kinder sich Herausforderungen zu stellen und gegebenenfalls schnelle Entscheidungen treffen zu müssen.
Foto: Achim Mende Internationale Bodensee Tourismus GmbH

Ein Wasserspeicher von unschätzbarem Wert

Der Bodensee dient als lebenswichtiger Wasserspeicher für die Region. Mit einem Volumen von 48 Kubikkilometern versorgt er über 20 Stadtwerke und Trinkwasserzweckverbände mit frischem Trinkwasser. Das Bodensee-Wasserwerk in Sipplingen allein verantwortet drei Viertel der aufbereiteten Wassermenge, die es bis in den Norden Baden-Württembergs pumpt. Doch der See ist weit mehr als nur eine Wasserquelle. Als Hauptzufluss des Alpenrheins erhält der Bodensee jährlich ein Vielfaches der entnommenen Wassermenge, was seine Nachhaltigkeit als Ressource unterstreicht.

Überraschende Fakten zum Bodensee

  • Der Bodensee ist der drittgrößte See Mitteleuropas nach dem Balaton und dem Genfersee.
  • Im Bodensee befinden 13 Inseln, die größte davon ist die Insel Reichenau.
  • Seine tiefste Stelle zwischen Fischbach und Uttwil misst 251,14 m. Damit ist er der tiefste See Deutschlands.
  • Der Bodensee ist ein beliebtes Ziel für Wassersportler. Jährlich finden hier zahlreiche Segelregatten und andere Wettkämpfe statt.
  • Im Bodensee leben ungefähr 30 Fischarten.

Klimatische Auswirkungen und landwirtschaftliche Nutzbarkeit

Neben seiner Funktion als Wasserspeicher wirkt der Bodensee auch als Wärmespeicher, was der Region ein mildes Klima beschert. Insbesondere die Gartenbaubetriebe auf der Insel Reichenau profitieren davon und können bis zu drei Freilandernten pro Jahr erzielen. Die Insel, bekannt für ihre bedeutende Gemüseproduktion, trägt maßgeblich zur Versorgung des süddeutschen Raums bei. Doch auch der Obstanbau und die Weinproduktion in der Bodenseeregion sind erwähnenswert, wenngleich der Weinbau nur einen kleinen Teil der landwirtschaftlichen Nutzung ausmacht.

Weinreben gedeihen prächtig im milden Klima des Bodensees
Weinreben gedeihen prächtig im milden Klima des Bodensees
Foto: Achim Mende / Inernationale Bodensee Tourismus GmbH

Kulturelle und touristische Anziehungspunkte

Die kulturelle und touristische Bedeutung des Bodensees kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Orte wie die UNESCO-Weltkulturerbe-Insel Reichenau, die Seebühne in Bregenz und das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen ziehen jährlich Tausende Besucher an. Die Region bietet eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten, von kulinarischen Genüssen wie dem Bodenseefelchen bis hin zu historischen Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Schönheiten. Die Beherbergungsbetriebe verzeichnen eine überdurchschnittliche Auslastung, was die Beliebtheit des Bodensees als Urlaubsziel unterstreicht. Kulinarisch verwöhnt die Region mit fangfrischem Fisch aus den Seen, regionalen Spezialitäten und köstlichen Weinen. In den gemütlichen Restaurants und Cafés lässt sich der Blick auf die glitzernde Wasserfläche genießen und die Seele baumeln lassen.

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Wirtschaftliche Bedeutung und nachhaltige Entwicklung

Die Wirtschaft rund um den Bodensee profitiert von einer vielfältigen Industrielandschaft, die von der Fahrzeugzulieferindustrie über die Luft- und Raumfahrt bis zum Maschinenbau reicht. Die hohe Industriedichte trägt zu einer starken Kaufkraft in der Region bei. Gleichzeitig wird durch internationale Bevollmächtigtenkonferenzen und Kommissionen eine einheitliche und nachhaltige Bewirtschaftung des Sees und seiner Ressourcen sichergestellt.

Der Bodensee mag zwar nicht der größte See in Baden-Württemberg sein, aber er ist zweifellos einer der schönsten und facettenreichsten. Seine Größe spielt am Ende keine Rolle, denn die bezaubernde Landschaft, die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und das pulsierende Leben am Ufer lassen jedes Herz höher schlagen. Lassen Sie sich vom Charme des Bodensees verzaubern und entdecken Sie die unzähligen Möglichkeiten, die er zu bieten hat.

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