Halbjährlicher Betrug aufgeflogen

Amtsgericht Kehl verhängt Strafbefehl wegen Bürgergeldbetrugs

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Ein Fall in Kehl hat zu einem Strafbefehl des Amtsgerichts Kehl geführt. Ein Mann bezog über sechs Monate Bürgergeld, obwohl er bereits im zweiten Monat nach Leistungsbeginn einer bezahlten Arbeit nachging und dies verschwieg. Das Hauptzollamt Lörrach deckte den Betrug auf, der einen Schaden von über 4.800 Euro verursachte.

Zollermittlungen decken Leistungsmissbrauch auf

Die jüngsten Ermittlungen des Hauptzollamts Lörrach brachten einen bemerkenswerten Fall von Sozialleistungsbetrug in Kehl ans Licht. Ein Mann hatte über einen Zeitraum von sechs Monaten ungerechtfertigt Bürgergeld bezogen. Pikant daran: Schon nach dem ersten Monat des Leistungsbezugs nahm er eine bezahlte Arbeit auf, verschwieg dies jedoch dem Jobcenter Ortenau.

Durch dieses arglistige Verschweigen der Einkommensverhältnisse erschlich sich der Mann einen Betrag von über 4.800 Euro, der ihm nicht zustand. Diese Form des Betrugs am Sozialsystem, welches auf Solidarität und Vertrauen basiert, hat weitreichende Konsequenzen. Das Jobcenter, als auszahlende Behörde, ist darauf angewiesen, dass Leistungsbezieher wahrheitsgemäße Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen machen.

Amtsgericht entscheidet über Konsequenzen

Nachdem die Ermittlungen des Hauptzollamts Lörrach abgeschlossen waren und eine klare Beweislage vorlag, wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft Offenburg übergeben. Diese beantragte beim Amtsgericht Kehl einen Strafbefehl gegen den Beschuldigten.

Das Amtsgericht Kehl entsprach dem Antrag und erließ einen Strafbefehl, der eine empfindliche Geldstrafe nach sich zieht. Wegen Betrugs am Jobcenter wurde dem Mann eine Geldstrafe in Höhe von 6.500 Euro auferlegt. Dieser Strafbefehl ist Anfang November rechtskräftig geworden und markiert den rechtlichen Abschluss des Falls.

Dies unterstreicht die Entschlossenheit der Behörden, gegen missbräuchlichen Bezug von Sozialleistungen vorzugehen. Solche Fälle belasten nicht nur die Staatskasse, sondern untergraben auch das Vertrauen in ein System, das Menschen in Not unterstützen soll. Die enge Zusammenarbeit zwischen Zoll und Justizbehörden ist entscheidend, um solche Vergehen aufzudecken und zur Anzeige zu bringen.