265.000 Wildunfälle

Achtung, Wildwechsel! Wildunfälle nach Umstellung auf Sommerzeit – So schützen Sie sich vor Gefahren!

Foto: Foto: ©ADAC/Birgit Kuhn

In der Nacht vom 30. auf den 31. März werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Während viele Menschen sich über die eine Stunde mehr Tageslicht freuen, steigt gleichzeitig das Risiko von Wildunfällen auf den Straßen. Der ADAC warnt Autofahrer daher vor erhöhter Vorsicht in den kommenden Wochen.

Wildtiere zur Dämmerung besonders aktiv

Durch die Zeitumstellung finden sich morgens wieder mehr Berufspendler während der Dämmerungs- und Morgenstunden auf den Straßen. Genau dann sind Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und andere Arten zur Nahrungssuche besonders rege und überqueren häufig Straßen und Waldwege. Diese Situation ist brandgefährlich für Autofahrer.

Müdigkeit nach „Zeitraub“ verschärft Risiko

Die gefährliche Kombination aus erhöhter Wildaktivität und der Müdigkeit vieler Pendler nach dem „Zeitraub“ der Umstellung macht Wildunfälle wahrscheinlicher. Schon eine leicht verringerte Reaktionszeit kann den Bremsweg drastisch verlängern – mit fatalen Folgen bei plötzlichem Wildwechsel.

Im Jahr 2022 registrierte der Gesamtverband der Versicherer (GDV) 265.000 Wildunfälle auf deutschen Straßen, über 2.000 davon mit Personenschäden. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, da nicht alle Unfälle gemeldet werden. Die jährlichen Sachschäden gehen in die Milliarden.

ADAC-Tipps zur Unfallvermeidung

Damit Sie sicher und unfallfrei durch die kommenden Wochen kommen, rät der ADAC:

  • Geschwindigkeitsreduzierung und vorausschauendes Fahren in Waldnähe und Gegenden mit viel Vegetation am Straßenrand
  • Bremsbereitschaft erhöhen, wenn Wild am Fahrbahnrand gesichtet wird
  • Nicht auf zögerliches Fluchtverhalten der Tiere vertrauen – sie können jederzeit die Fahrbahn überqueren
  • Aufmerksam nach Rudeln/Familienverbänden scannen, falls Sie ein Tier sehen
  • Hupen zur Vertreibung des Wilds statt riskanter Ausweichmanöver

Mehr Informationen sowie einen Wildunfallbericht gibt es auf der ADAC-Website. Mit der richtigen Vorbereitung und Fahrweise lassen sich die meisten Wildunfälle vermeiden. Passen Sie in den kommenden Wochen besonders auf und bereiten Sie sich vor!