Besonders bei einer durch Zecken übertragenen Krankheit schauen die Experten mit Sorge auf die Zahlen.
Minister Lucha: „Bitte überprüfen Sie Ihren Impfstatus!“
Die Ständige Impfkommission (STIKO) gibt klare Empfehlungen, welche Impfungen wichtig sind. Doch die Realität sieht oft anders aus. „Bitte lassen Sie Ihren Impfstatus und den Ihrer Kinder überprüfen“, appelliert Gesundheitsminister Lucha eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg. „Nur so können wir gemeinsam verhindern, dass Infektionskrankheiten wieder verstärkt auftreten.“
Hohe Impfquoten seien entscheidend, betont Lucha: „Um sich selbst und andere zu schützen – gerade auch diejenigen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.“
Alarmierende Zahlen bei FSME-Impfung
Ein Beispiel ist die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Viren werden oft durch Zeckenstiche übertragen und können schwere Erkrankungen wie Gehirn- und Hirnhautentzündungen auslösen. Ganz Baden-Württemberg gilt als FSME-Risikogebiet.
Trotzdem ist laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht einmal jeder Fünfte (17,1 Prozent, Stand 2022) im Land vollständig dagegen geimpft.
FSME-Impfquote je Altersgruppe in Baden-Württemberg
Die folgende Liste zeigt den Anteil der Bevölkerung in Baden-Württemberg, der im Jahr 2022 vollständig gegen FSME geimpft war. Quelle ist das VacMap des Robert-Koch Instituts.
| Alter in Jahren | FSME- Impfquote in Prozent |
|---|---|
| 1 – 4 | 7 |
| 5 – 9 | 31,3 |
| 10 – 14 | 34,3 |
| 15 – 17 | 31,3 |
| 18 – 29 | 19,6 |
| 30 – 39 | 15,2 |
| 40 – 49 | 16,2 |
| 50 – 59 | 17 |
| 60 – 69 | 13 |
| 70 – 79 | 13,3 |
| Über 80 | 8,5 |
| Gesamt | 17,1 |
Sommer naht – Schutz oft vernachlässigt
„Der Sommer steht vor der Tür. Menschen, die in Baden-Württemberg gerne Zeit in der Natur verbringen, sollten die Gelegenheit nutzen und sich vor FSME schützen! Das Angebot wird bislang zu wenig wahrgenommen“, so Minister Lucha.
Besonders wichtig sei die Impfung für Erwachsene, da „diese Altersgruppe verstärkt von Erkrankungsfällen und Komplikationen betroffen ist.“
Unsicher? Online-Check hilft!
Wer unsicher ist, ob der eigene Impfschutz oder der von Angehörigen ausreicht – sei es gegen FSME, Masern oder andere Krankheiten – kann dies online prüfen. Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit bietet einen Online-Impfcheck an. Speziell für Kinder und Jugendliche gibt es die Initiative „Mach den Impfcheck“ des Sozialministeriums Baden-Württemberg.
Jetzt handeln und Impflücken schließen – für den eigenen Schutz und den der Gemeinschaft.
