Sibirische Kälte

Winter-Update: Klirrende Kälte im Ländle: Oberschwaben bibbert bei -17 Grad – und der Schnee-Hammer droht

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Foto: Foto: insidebw.de / Tobias Baumann

Baden-Württemberg fest im Griff von Väterchen Frost! Während eine Hochdruckbrücke uns am heutigen Montag, den 5. Januar 2026, zwar viel Sonnenschein beschert, zeigt das Thermometer die kalte Schulter. Wer heute Morgen das Fahrzeuug enteisen musste, hat es bereits gespürt: Wir erleben derzeit die kältesten Stunden des Jahres. Sonne pur, aber eisig.

Montags-Check: Rekordkälte und Dauerfrost

Besonders hart trifft es den Südosten des Landes. In Oberschwaben wurden in den frühen Morgenstunden örtlich extreme Tiefstwerte von bis zu -17 Grad gemessen – ein Bereich, in dem man von strengem Frost spricht. Auch im restlichen Land herrscht fast überall Dauerfrost. Lediglich am Oberrhein klettert das Quecksilber am Nachmittag ganz knapp über die Null-Grad-Marke.

Trotz der Kälte lohnt sich der Blick nach draußen: Ab dem Mittag präsentiert sich der Himmel über weite Strecken wolkenlos. Personen, die etwas Ungewöhnliches beobachtet haben – wie etwa bizarre Reifgebilde an den Bäumen oder spiegelglatte Gehwege durch gefrorene Nässe –, sollten weiterhin Vorsicht walten lassen. Eine kleine Kontrole der Winterausrüstung für Fußgänger und Autofahrer ist heute lebenswichtig. Reifglätte lauert überall.

Ausblick: Erst Flocken, dann gefährliches Glatteis

Die kommenden Tage bringen einen gefährlichen Wetter-Mix. In der Nacht zum Dienstag ziehen von Nordwesten her Wolken auf, die vereinzelt geringfügigen Schneefall und entsprechende Glätte mitbringen. Während der Dienstag noch ruhig und bei Dauerfrost (bis -6 Grad im Bergland) verläuft, bereitet sich im Hintergrund eine brisante Lage vor.

  • Mittwoch: Viel Sonne, aber die Nacht wird wieder extrem. In Oberschwaben und auf der Alb droht erneut strenger Frost bis -16 Grad.
  • Donnerstag: Der Wetterumschwung! Von Westen her setzt verbreitet Schneefall ein, der später im Rheintal in Schneeregen übergeht. Achtung: Es besteht akute Gefahr von Glatteis durch gefrierenden Regen!
  • Freitag: Das Tauwetter kommt mit Gewalt. Regen und starker Wind lösen den Schnee ab, auf dem Feldberg sind sogar orkanartige Böen möglich.

Vorsicht im Straßenverkehr

Wer ungewöhnliche Vorkommnisse wie plötzlich spiegelglatte Fahrbahnen durch gefrierenden Regen am Donnerstag bemerkt, sollte das Fahrzeuug nach Möglichkeit stehen lassen. Die Kombination aus tiefgefrorenen Böden und aufkommendem Regen ist die klassische Zutat für gefährliches Blitzeis.

Eine kleine Kontrole der Wetter-Apps in den nächsten 48 Stunden wird dringend empfohlen, da besonders der Übergang von Schnee zu Regen am Donnerstagabend landesweit für Chaos sorgen könnte. Die Eiszeit geht, die Glätte kommt.

Die Kälte-Fakten im Überblick:

RegionTiefstwerte (Nacht)Höchstwerte (Tag)
Oberschwabenbis -17 °C-4 bis -6 °C
Rheintal-3 bis -8 °C0 bis +1 °C
Schwarzwald / Albbis -14 °C-5 bis -7 °C

Verwendete Quellen

  • Deutscher Wetterdienst (DWD)