Frost bremst Bauarbeiten massiv aus

Winter-Schock: Bahnstrecke Hamburg-Berlin erst später frei

Foto: ICE (Archivbild) auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Archivbild.

Die Sanierung des wichtigen Bahnkorridors zwischen Hamburg und Berlin verzögert sich erheblich. Wochenlanger Frost und Schnee machen den Bauarbeitern seit Ende Dezember zu schaffen. Die Bahn spricht vom stärksten Wintereinbruch seit über 15 Jahren. Eine Wiederinbetriebnahme wie geplant Ende April ist damit vom Tisch.

Spur nach Berlin noch nicht frei

Der tiefe Winter hat die ambitionierten Pläne der Bahn für die Strecke Hamburg-Berlin über den Haufen geworfen. Wochenlang konnten Arbeiten wegen Eis und Schnee nicht durchgeführt werden. Jetzt steht eine Verschiebung des Eröffnungstermins fest.

Schnee und Eis stoppen Fortschritt
Die eisigen Temperaturen machten vielerorts die Arbeit unmöglich. „Mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren“, so ein Sprecher von InfraGO, dem Infrastrukturbetreiber, seien die Arbeiten ab Ende Dezember zum Erliegen gekommen. Das Verlegen von Kabeln für Signal- und Stellwerkstechnik war wegen vereister Kanäle nicht möglich. Teilweise reicht der Bodenfrost bis zu 70 Zentimeter tief. Auch an Oberleitungen, Weichenantrieben und Signalanlagen konnten keine Fortschritte erzielt werden.

Neue Zeitplanung nötig
Sobald der Boden aufgetaut ist, sollen die verschobenen Arbeiten neu koordiniert werden. Mehr Personal soll zum Einsatz kommen, sobald die Temperaturen es zulassen. Ein neues Konzept für die Inbetriebnahme soll bis zum 13. März vorliegen. Ziel sei eine verträgliche Lösung für Reisende und den Güterverkehr.

Kollision mit Großbaustellen möglich
Die Bahn weist auf mögliche „Wechselwirkungen“ mit den geplanten, umfangreichen Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg-Hannover ab 1. Mai hin. Diese müssten bei der Anpassung des Zeitplans für die Strecke nach Berlin ebenfalls berücksichtigt werden, damit die Umleitungskonzepte weiterhin funktionieren.