Engagement für Deutschland
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat angekündigt, noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Gesellschaftsdienste auf den Weg zu bringen. Angesichts der aktuellen Weltlage sei es zentral, so Prien, junge Menschen dazu anzuhalten, sich für ihr Land zu engagieren.
„Wir müssen uns Gedanken machen über die Resilienz unserer Gesellschaft. Die Frage, was kann ich für mein Land tun, ist dabei zentral“, erklärte die Ministerin im Gespräch mit der „Rheinischen Post“. Sie betonte die Notwendigkeit, neben der Bundeswehr auch den Bundesfreiwilligendienst, die Jugendfreiwilligendienste sowie den Zivil- und Katastrophenschutz zu stärken.
Vorbereitung auf Zivildienst
Ohne die Wehrpflicht gibt es derzeit zwar keinen Zivildienst, doch Prien sieht die Notwendigkeit, sich auf eine mögliche Wiedereinführung vorzubereiten. „Falls die Wehrpflicht doch noch kommen sollte, wollen wir die Basis für einen modernen Zivildienst schon geschaffen haben“, sagte sie. Die enge Verflechtung von Zivildienst und Freiwilligendiensten mache eine Neuausrichtung der Organisation beider Bereiche unerlässlich.
Jugendoffiziere an Schulen
Darüber hinaus sprach sich Prien dafür aus, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr verstärkt an Schulen präsent sind. Erziehung und Aufklärung über geopolitische und sicherheitspolitische Themen seien wichtig. Angesichts der Aussetzung der Wehrpflicht fehle vielen jungen Menschen der Anstoß, sich mit Fragen des staatsbürgerlichen Engagements auseinanderzusetzen.


