Glatte Straßen und massives Tauwetter

Wetter Update: „Blitzeis“ in der Nacht und Mini-Frühling im Anmarsch – Tauwetter im Schwarzwald hält an

Wetter Update: „Blitzeis“ in der Nacht und Mini-Frühling im Anmarsch – Tauwetter im Schwarzwald hält an
Foto: insidebw.de / AI
Nach dem Eisregen-Chaos vom Vormittag beruhigt sich die Lage in Baden-Württemberg nur scheinbar. Während die Warmfront des Tiefs „Gunda“ die Temperaturen am Montagabend regional schon auf fast 10 Grad am Oberrhein gedrückt hat, bleibt die Nacht zum Dienstag riskant.

Vorsicht vor „Blitzeis“ in der Nacht

Die größte Gefahr lauert jetzt dort, wo es aufklart. In Oberschwaben, entlang der Donau und am Hochrhein sinken die Temperaturen in der Nacht örtlich wieder unter den Gefrierpunkt (bis -2 Grad). Da der Asphalt von den Regenfällen klatschnass ist, friert die Nässe schlagartig fest. Wer morgen früh pendelt – besonders auf der A8 oder B30 – sollte mehr Zeit einplanen. Überfrierende Nässe sieht man oft erst, wenn es zu late ist.

Schwarzwald: Sturm und Schmelzwasser

Oben auf dem Feldberg bleibt es ungemütlich. Wir erwarten Sturmböen bis 80 km/h aus Südwest. Viel problematischer ist aber das massive Tauwetter. Zusammen mit dem Regen fließen bis Dienstagfrüh rund 30 Liter Wasser pro Quadratmeter ab. Die Bäche in den Tälern werden ordentlich anschwellen, die Schneedecke im Nordschwarzwald schrumpft rapide.

Der Ausblick: Erst mild, dann die nächste Front

  • Dienstag: Das Land atmet kurz durch. Ein „Mini-Frühling“ bringt im Breisgau bis zu 14 Grad, in Stuttgart etwa 11 Grad. Im Norden (Mannheim/Heilbronn) halten sich die Wolken zäher, aber es bleibt weitgehend trocken.
  • Mittwoch: Der Frieden währt nicht lange. Von Nordwesten her drückt die nächste Kaltfront rein. Es wird wieder windiger, und verbreitet setzt Regen ein. Die Temperaturen sinken leicht, bleiben aber mit ca. 9 Grad im zweistelligen oder hohen einstelligen Bereich.
  • Donnerstag: Ein Lichtblick. Nach einem grauen Start lockert es im Tagesverlauf von Süden her auf. Bei 10 Grad zeigt sich öfter mal die Sonne – bevor es zum Wochenende hin wieder unbeständiger und spürbar kühler wird.