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Du dachtest, du kennst Stuttgart?

Von Amazonen am Himmel, Teddybären und BH`s: 6 Fakten, die Stuttgart einzigartig machen!

Der erste seiner Art: Der Stuttgarter Fernsehturm wurde ein weltweites Vorbild.
Foro: Simon – stock.adobe.com

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Stuttgart – eine Stadt, die mehr zu bieten hat, als das Auge sieht. Jenseits der glänzenden Autos und malerischen Weinberge verbergen sich Geschichten, die selbst den eingefleischtesten Einheimischen die Kinnlade herunterklappen lassen. Ein kleiner Vorgeschmack?

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Hier wurden Dinge erfunden, die du täglich benutzt, und es gibt Bewohner, von denen du nie gedacht hättest, dass sie hier zu Hause sind. Neugierig? Dann mach dich bereit für eine Tour der besonderen Art durch Stuttgart. Du wirst nicht glauben, was du alles verpasst hast!

1. Der Schwabtunnel: Stuttgarts verstecktes Juwel der Mobilität!

1900, eine Zeit, in der das Automobil gerade erst anfing, die Welt zu erobern. Und wo fand diese automobile Revolution statt? Natürlich in Stuttgart, genauer gesagt im Schwabtunnel! Mit stolzen 125 Metern Länge war dieser Tunnel nicht nur irgendein Durchgang, sondern die erste Röhre weltweit, die das Brummen eines Autos hörte. Erbaut wurde dieses Meisterwerk bereits 1896, nach zwei Jahren harter Arbeit. Und warum das Ganze? Um die pulsierende Kernstadt mit den boomenden Vororten zu verknüpfen, die sich außerhalb des berühmten Stuttgarter Kessels ausbreiteten. Mit Baukosten von 289.000 Mark war es kein kleines Unterfangen, aber es hat sich gelohnt! Der Schwabtunnel war nicht nur ein Pionier in Sachen Automobilität, sondern nach seiner Fertigstellung auch der breiteste Straßentunnel Europas. Man hatte sogar schon an die Stadtbahn gedacht und Platz dafür gelassen. Auch wenn die Bahn heute andere Wege nimmt, bietet der Tunnel Fußgängern einen sicheren Durchgang. Ein echtes Stück Stuttgarter Geschichte, das bis heute beeindruckt!

Von Amazonen am Himmel, Teddybären und BH`s: 6 Fakten, die Stuttgart einzigartig machen! Schwabtunnel 8 Westportal Figurengruppe
Foto: Von Vux – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org

2. Mehr als nur Leckereien: Die Schulstraße und ihr Pioniergeist!

Die Schulstraße in Stuttgart, heute liebevoll als „Fressgässle“ bezeichnet, ist mehr als nur ein Ort, um den Gaumen zu verwöhnen. Bevor sie zur kulinarischen Meile wurde, schrieb sie Geschichte. 1953, in einer Zeit, in der Autos die Städte dominierten, wagte Stuttgart einen mutigen Schritt. Fast zeitgleich mit der Treppenstraße in Kassel und der Holstenstraße in Kiel wurde die Schulstraße zu einer der ersten Fußgängerzonen Deutschlands. Aber warte, es wird noch besser: Sie war die erste ihrer Art auf zwei Ebenen! Ein doppelter Genuss für Spaziergänger und Feinschmecker gleichermaßen. Wer hätte gedacht, dass hinter diesem gemütlichen Fleckchen so viel Innovationsgeist steckt?

3. Teddybär: Ein Stuttgarter Star mit Hollywood-Flair!

Stuttgart, die Stadt der Autos, Weine und… Teddybären? Ja, richtig gehört! Der Teddybär, den wir alle kennen und lieben, hat seine Wurzeln tief im Herzen Stuttgarts. Richard Steiff, ein junger Student an der Kunstgewerbeschule, war ein großer Fan des Nill’schen Tiergartens, einem Privatzoo im Norden der Stadt. Während andere Studenten in Cafés abhingen, verbrachte Richard seine Zeit lieber damit, die Bären im Zoo zu zeichnen. Diese Zeichnungen landeten schließlich in den Händen seiner Tante Margarethe Steiff, einer bekannten Spielwarenherstellerin.

Nachbildung des 55 PB im Steiff-Museum
Nachbildung des 55 PB im Steiff-Museum
Foto: Von MatthiasKabel – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,commons.wikimedia.org

Margarethe, inspiriert von den Zeichnungen ihres Neffen, kreierte den ersten Steiff-Bären und präsentierte ihn stolz auf der Spielwarenmesse in Leipzig. Anfangs schien es, als würde der flauschige Neueinsteiger untergehen, aber dann kam der Wendepunkt: Ein Amerikaner war so begeistert von dem Bären, dass er nicht nur alle 100 Exemplare kaufte, sondern gleich noch 3.000 weitere bestellte! Und so, fast über Nacht, wurde aus einem bescheidenen Stuttgarter Bären ein internationaler Star. Der Name? 55 PB – was für 55 Zentimeter, Plüsch und beweglich steht. Ein einfacher Name für einen Bären mit einer außergewöhnlichen Geschichte!

4. Die fliegenden Amazonen von Cannstatt

In den tiefen Regenwäldern Lateinamerikas, zwischen exotischen Pflanzen und rauschenden Wasserfällen, sind sie zu Hause: die Gelbscheitelamazonen. Doch wer hätte gedacht, dass diese farbenfrohen Papageien auch einen Hang zum Schwabenland haben? Genau, in Bad Cannstatt haben sie sich niedergelassen und fühlen sich pudelwohl. Die Geschichte beginnt 1984, als ein aufmerksamer Beobachter das erste dieser exotischen Vögel nahe der Vogelvolieren der Wilhelma entdeckte. Heute tummeln sich rund 60 dieser lebhaften Papageien über den Dächern von Cannstatt. Und obwohl sie den Großteil ihres Tages in den Lüften verbringen, haben sie einen besonderen Treffpunkt für die Nacht: das Zentrum von Bad Cannstatt. Wenn die Brutzeit anbricht, suchen sie sich gemütliche Plätze in den Platanen des Rosensteinparks und des Schlossgartens. Also, beim nächsten Spaziergang in Cannstatt: Augen auf und Blick nach oben! Wer weiß, vielleicht entdeckst du ein Stückchen Amazonas mitten in Deutschland.

5. Vergiss Paris & Mailand: Cannstatts BH-Revolution eroberte die Welt!

In den Gassen von Cannstatt, weit entfernt von den Laufstegen von Paris und Mailand, wurde Modegeschichte geschrieben. Die Korsettfabrik S. Lindauer & Co. wagte das Undenkbare und brachte kurz vor dem Ersten Weltkrieg den ersten industriell hergestellten Büstenhalter auf den Markt. Sigmund Lindauer, der visionäre Kopf hinter dieser Innovation, sicherte sich 1912 ein Patent für diesen revolutionären Brusthalter, der „ohne Versteifung auf der Haut zu tragen“ war. Das Ergebnis? Ein befreiender Seufzer von Frauen überall und das schleichende Ende des einengenden Korsetts. Cannstatt, wer hätte gedacht, dass du der Ort bist, an dem Frauen wieder durchatmen konnten?

6. Von Stuttgart in die Welt: Der Turm, der Architekten überall inspirierte!

Der Stuttgarter Fernsehturm, mit stolzen 217 Metern Höhe, ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch das erste seiner Art weltweit. Inauguriert am 5. Februar 1956, setzte er Maßstäbe und inspirierte Nachbauten von Frankfurt bis nach Wuhan in China. Trotz anfänglicher Skepsis ist er heute ein stolzes Symbol Stuttgarts.

Fernsehturm und Antenne bei Nacht, im Hintergrund die Stuttgarter Innenstadt
Fernsehturm und Antenne bei Nacht, im Hintergrund die Stuttgarter Innenstadt
Foto: Von KaiPhone – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org

Seit Mai 1956 strahlt der Turm Radioprogramme aus. Um die Übertragung zu optimieren, wurde im Jahr 2000 eine hochmoderne DAB-Antenne hinzugefügt. Obwohl die Fernsehantennen momentan außer Betrieb sind, bleibt der Turm ein technologisches Wunderwerk.

Sein charakteristischer Korb, geformt wie ein Kreiszylinder, trotzt mutig den Winden. Für Besucher bieten zwei Aussichtsplattformen atemberaubende Panoramablicke. Ein wahres Juwel in der Skyline von Stuttgart!

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Eine Stadt voller Geschichte, Innovation und Überraschungen

Stuttgart ist mehr als nur Autos und Fernsehtürme. Es ist eine Stadt voller Geschichte, Innovation und Überraschungen. Wer weiß, welche weiteren Geheimnisse diese Stadt noch zu bieten hat? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und sich von den vielen Geschichten und Fakten verzaubern zu lassen.

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