Partei wird zum Beobachtungsobjekt

Verfassungsschutz stuft AfD Niedersachsen als extremistisch ein

Verfassungsschutz stuft AfD Niedersachsen als extremistisch ein
Foto: AfD-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der niedersächsische Landesverfassungsschutz hat den Landesverband der AfD als extremistische Bestrebung eingestuft und zur Beobachtung freigegeben. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) begründete die Entscheidung mit rechtextremistischen Tendenzen und einer pauschalen Abwertung von Menschengruppen, die im Widerspruch zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung stünden.

Partei im Fokus des Verfassungsschutzes

Der Landesverband der AfD in Niedersachsen wird künftig vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Entscheidung wurde am Dienstag von Landesinnenministerin Daniela Behrens (SPD) bekannt gegeben. Die Einstufung als extremistische Bestrebung basiert auf der Einschätzung, dass die Partei dem Rechtsextremismus zuzuordnen sei.

Mehrere Gründe führen laut Verfassungsschutz zu dieser Bewertung. Dazu zählen ein ethnisch-kultureller Volksbegriff, der die freiheitliche demokratische Grundordnung gefährde, sowie die pauschale Abwertung bestimmter Menschengruppen. Auch die Verächtlichmachung des demokratischen Rechtsstaates und die Unterstützung rechtsextremistischer Organisationen seien ausschlaggebend gewesen. Es gebe demnach keinen aktiven Widerstand innerhalb der niedersächsischen AfD gegen diese Tendenzen, stattdessen werde die Ausrichtung unterstützt.

„Die größte Gefahr für unsere Gesellschaft geht vom Rechtsextremismus aus“, betonte Behrens und forderte ein bundesweit einheitliches Vorgehen gegen Extremisten.