Auswärtiges Amt lockert Reisehinweise

Venezuela: Reisewarnung entschärft – Sicherheitslage stabilisiert sich

Foto: Venezuela (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach anfänglicher Verschärfung gibt das Auswärtige Amt Entwarnung für Teile Venezuelas. Die umfassende Reisewarnung, die nach einem US-Zugriff Anfang des Jahres verhängt wurde, ist nun deutlich abgemildert. Reisen in bestimmte Grenzregionen werden weiterhin kritisch gesehen, während andere Gebiete als weniger riskant eingestuft werden.

Entspannung nach Krisenmonaten

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Venezuela merklich gelockert. Warnt das deutsche Außenministerium bis dato vor Reisen in das gesamte Land, gilt diese Empfehlung nun wieder nur für bestimmte Landesteile. Dies betrifft vor allem die Gebiete entlang der Grenzen zu Kolumbien, ausgenommen ist die Stadt Maracaibo. Auch die Grenzregionen zu Brasilien und Guayana bleiben von der deutlichen Warnung betroffen.

Für den Rest des Landes, einschließlich der wichtigen Metropole Maracaibo, spricht das Amt lediglich eine explizite „Abraten“-Empfehlung aus. Hintergrund der früheren, drastischeren Warnung waren militärische Aktionen durch US-Streitkräfte am 3. Januar in Caracas und weiteren Regionen. Seither, so die Einschätzung des Auswärtigen Amtes, habe sich die Sicherheitslage in Venezuela weitgehend stabilisiert.

Internationale Fluggesellschaften haben unterdessen bereits ihre Routen nach Venezuela teilweise wieder aufgenommen. Dennoch warnt das Ministerium ausdrücklich vor den weiterhin aktiven und häufig bewaffneten politisch orientierten Milizen, bekannt als „Colectivos“.