KI-Debatte prägt Börsen-Stimmung

Dax gibt nach: US-Feiertag sorgt für dünnen Handel

Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, Symbolbild.

Zum Wochenstart musste der Deutsche Aktienindex Däx leichte Verluste hinnehmen. Trotz des Feiertags in den USA, der den Handel belebte, wirkten Sorgen um künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf verschiedene Branchen nach. Zyklische Titel und Finanzwerte zeigten sich zuletzt gefragt.

Dax im Minus

Der Deutsche Aktienindex Däx hat zum Wochenstart nachgegeben und schloss den Xetra-Handel bei 24.801 Punkten mit einem Minus von 0,5 Prozent. Die US-Börsen blieben wegen eines Feiertags geschlossen, dennoch gab es negative Signale vom dortigen Terminmarkt, die auf weiter fallende Aktienkurse in New York hindeuteten.

Stimmung als Dämpfer

Experten sehen darin das Ende einer kurzfristigen Erholung. Die Marke von 25.000 Punkten rückt damit wieder in weitere Ferne und dämpft die ohnehin noch zurückhaltende Stimmung bei den Anlegern.

Die Feiertage in den USA und Asien führten in Frankfurt zu einem insgesamt dünnen Handel. Makroökonomische Daten oder Unternehmensnachrichten blieben rar gesät.

Zyklische Titel wie Heidelberg Materials und der Finanzsektor rückten nach längerer Durststrecke wieder in den Fokus. Deutsche Bank und Commerzbank verbuchten Gewinne. Siemens zog den Index hingegen nach unten.

KI bleibt treibende Kraft

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) blieb trotz des spärlichen Handels ein klarer Einflussfaktor. Aktien von kleineren Finanzdienstleistern wie Flatexdegiro gaben aufgrund der Furcht vor disruptiven Wellen in der Vermögensverwaltung nach. Die Sorge vor tiefgreifenden Veränderungen in vielen Wirtschaftssektoren breitet sich weiter aus und trifft zunehmend neue Branchen.

Allerdings gibt es auch Gewinner: Unternehmen, die als Dienstleister im KI-Bereich agieren, können von vollen Auftragsbüchern profitieren. Dazu zählen hierzulande Siemens, Siemens Energy, Hochtief und Heidelberger Materials.

Währungen und Rohstoffe

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagnachmittag leicht schwächer und kostete 1,1854 US-Dollar. Der Goldpreis gab ebenfalls nach und wurde am Nachmittag für eine Feinunze mit 4.988 US-Dollar gehandelt. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent verzeichnete dagegen einen Anstieg und lag gegen 17 Uhr bei 68,47 US-Dollar pro Fass.