Dramatischer Rückgang im November

Südwestindustrie stürzt ab: 12.000 Jobs weg, Umsatz bricht ein!

Industrieingenieure mit Schutzhelmen arbeiten in einer Schwerindustrie-Produktionsfabrik. Industriearbeiter in einer Fabrikhalle. Ein Mann bei der Arbeit in einer Industriefabrik. Sicherheitskonzept: Sicherheit steht an erster Stelle.
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Die Lage in der Südwestindustrie spitzt sich zu: Im November 2024 verloren die Industriebetriebe in Baden-Württemberg fast 12.000 Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahresmonat – ein Minus von 1 Prozent. Damit setzt sich der Abwärtstrend, der seit Juni 2024 anhält, ungebremst fort. Auch im Vergleich zum Oktober ging die Zahl der Beschäftigten um weitere 1.500 zurück.

Umsätze brechen ein

Besonders bitter: Der Umsatz rutschte ebenfalls deutlich ab. Laut vorläufiger Zahlen lag dieser im November bei 36 Milliarden Euro – ein Rückgang von 1,9 Milliarden Euro oder 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von Januar bis November 2024 summierten sich die Verluste auf satte 14 Milliarden Euro (−3,6 Prozent).

Auch der Export schwächelt

Nicht nur das Inlandsgeschäft war betroffen: Während die Umsätze im Inland um 3,9 Prozent zurückgingen, sank das Auslandsgeschäft um 3,4 Prozent. Trotz allem konnte die Exportquote minimal auf 60,4 Prozent gesteigert werden (Vorjahr: 60,3 Prozent).

Industrie unter Druck

Nach zwei Jahren stabiler Beschäftigung befindet sich die Industrie nun auf Talfahrt. Experten sehen die Auswirkungen der hohen Inflation und eine schwächelnde Nachfrage als Hauptursachen. Ob und wann sich die Lage wieder stabilisiert, bleibt ungewiss.

Die Industrie steht vor einer echten Bewährungsprobe.