CDU-Politiker sieht Zusammenhang mit steigender Lebenserwartung

Spahn fordert höhere Altersgrenze für Rente

Foto: Archivbild: Deutscher Bundestag, via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der steigenden Lebenserwartung rechnet Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) mit einer deutlichen Anhebung des Renteneintrittsalters. Er begründet dies mit der Tatsache, dass heute geborene Kinder eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, 100 Jahre alt zu werden. Spahn schließt weitere Schulden zur Rettung der Sozialkassen aus und betont, dass hierfür keinerlei Spielraum bestehe.

Erwartung: Rente mit über 60 nicht haltbar

„Wenn man hundert wird, kann man nicht mit Mitte 60 aufhören zu arbeiten“, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er argumentiert, dass heute geborene Mädchen mit hoher Wahrscheinlichkeit 100 Jahre alt werden.

Statistik untermauert Trend

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland lag 2024 für Frauen bei 83,5, für Männer bei 78,9 Jahren. Vor der Pandemie stieg sie jährlich um etwa 0,1 Jahre. Setzt sich dieser Trend fort, könnten Frauen erst in 165 Jahren und Männer in 212 Jahren im Schnitt 100 Jahre alt werden.

Rentenkommission in der Pflicht

Spahn geht davon aus, dass die Rentenkommission Vorschläge zur Erhöhung des Renteneintrittsalters und zur Lebensarbeitszeit vorlegen wird. Die Altersgrenze für die Regelaltersrente wird derzeit schrittweise auf 67 Jahre angehoben.

Schuldenbremse: Spahn lehnt Lockerung ab

Auf die Frage nach einer möglichen Lockerung der Schuldenbremse zur Stützung der Sozialkassen erteilte Spahn eine klare Absage. „Ich sehe keinerlei Spielraum für weitere Schulden“, betonte der CDU-Politiker.