Erzeugerpreise sinken deutlich

Landwirtschaftspreise im freien Fall

Landwirtschaftspreise im freien Fall
Foto: Bauer auf Traktor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Im Dezember zogen die Preise für Landwirtschaftsprodukte kräftig an – allerdings nach unten. Laut Destatis verbilligten sich die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 8,3 Prozent. Besonders betroffen von diesem deutlichen Rückgang waren pflanzliche Erzeugnisse, während die Preise für Tiere und tierische Produkte etwas weniger stark sanken.

Acht Prozent weniger für Landwirte

Der Abwärtstrend bei den Erzeugerpreisen in der Landwirtschaft hat sich im Dezember 2025 weiter verschärft. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sanken die Preise landwirtschaftlicher Produkte im Monatsvergleich um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im November lag die Rate noch bei -5,7 Prozent, im Oktober sogar nur bei -1,7 Prozent. Damit mussten Landwirte im Dezember deutliche Abstriche hinnehmen.

Pflanzliche Produkte besonders stark betroffen

Besonders dramatisch zeigte sich die Entwicklung bei pflanzlichen Erzeugnissen. Hier fiel der Preisrückgang im Jahresvergleich mit 11,5 Prozent erheblich aus. Treiber dieser negativen Bilanz waren vor allem die drastisch gefallenen Preise für Speisekartoffeln. Diese waren im Dezember 2025 sage und schreibe 48 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Auch Obst musste deutliche Preisverluste hinnehmen, Tafeläpfel kosteten 20,3 Prozent weniger.

Gemüse teurer, Getreide billiger

Eine gegenläufige Entwicklung gab es bei Gemüse. Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent. Besonders Salat (+15,0 Prozent) und Gurken (+11,7 Prozent) verteuerten sich. Bei Obst und Gemüse war eine differenzierte Betrachtung notwendig: Während Salat und Gurken im Preis anzogen, verbilligten sich Kohlgemüse und Tomaten spürbar. Getreide hingegen wurde im Dezember 2025 um 16,0 Prozent günstiger gehandelt als ein Jahr zuvor.

Milchpreise im Sinkflug

Auch bei den tierischen Produkten war ein Rückgang zu verzeichnen. Die Erzeugerpreise für Tiere und tierische Erzeugnisse sanken um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auslöser war unter anderem der dramatisch gefallene Milchpreis, der im Dezember 2025 um 17,3 Prozent niedriger lag als im Vorjahresmonat. Eier entwickelten sich hingegen positiv und verzeichneten einen Preisanstieg von 13,0 Prozent.

Rinderpreise ziehen an, Schweine billiger

Bei den einzelnen Tierarten zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Während Rinderpreise um kräftige 27,1 Prozent zulegten, mussten Landwirte bei Schlachtschweinen deutliche Preisabzüge hinnehmen (-16,1 Prozent). Geflügel war insgesamt etwas teurer (+5,3 Prozent), was auf eine Preissteigerung bei Enten und Puten zurückzuführen war.

Jahresdurchschnitt zeigt moderaten Anstieg

Im Jahresdurchschnitt 2025 war trotz des deutlichen Rückgangs im Dezember noch ein leichter Anstieg der Erzeugerpreise um 0,3 Prozent zu verzeichnen. Dies lag insbesondere an starken Preisanstiegen bei Milch, Eiern und anderen Tieren im Jahresverlauf. Dennoch sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse im Jahresdurchschnitt um 9,6 Prozent, während Tiere und tierische Erzeugnisse um 6,5 Prozent teurer wurden.