Gleichstellung bleibt Wunschdenken

Sozialverband fordert Frauenquote in Parlamenten

Foto: Sozialverband Deutschland (SoVD) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert eine paritätische Besetzung von Frauen und Männern in allen deutschen Parlamenten. Trotz politischer Bekenntnisse zur Gleichstellung sei diese im tatsächlichen Mandatsverteilung nicht sichtbar, kritisiert die Verbandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Eine Reform des Wahlrechts soll Abhilfe schaffen.

Realität hinkt Versprechen hinterher

Die von der Politik regelmäßig betonste Gleichstellung von Frauen und Männern spiegelt sich nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) nicht ausreichend in den deutschen Parlamenten wider. Die tatsächliche Mandatsverteilung hinkt dem politischen Anspruch hinterher, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme.

Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD, appelliert an die Parteien: „Auch wir fordern eine geschlechtergerechte Ausgestaltung des Wahlrechts, denn Frauen bleiben in deutschen Parlamenten unterpräsentiert. Das gilt im Besonderen auch für den Deutschen Bundestag.“ Sie fordert die Parteien auf, via ein Paritätsgesetz sicherzustellen, dass Männer und Frauen je zur Hälfte die Mandate in den Parlamenten innehaben.

Bereits im aktuellen Koalitionsvertrag wurde die Gleichstellungsdebatte hervorgehoben. Dennoch bleiben die Zahlen hinter den Erwartungen zurück. Politikerinnen von CDU und SPD hatten sich im Vorfeld einer geplanten Wahlrechtsreform für stärkere Bemühungen um mehr Parität ausgesprochen. Der SoVD drängt nun auf konkrete Schritte.