Brüsseler Palast unter Verdacht
Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) hat handfeste Schritte gegen die eigene Dachorganisation unternommen. Im Zentrum der Ermittlungen: die Europäische Kommission.
Konkret geht es um den Verdacht auf Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Immobilien, die der EU gehörten, an den belgischen Staat. Bestätigt wurde dies am Donnerstag aus Brüssel. Die Vorwürfe könnten empfindliche Folgen nach sich ziehen.
Hahn-Ära im Visier der Ermittler
Am Donnerstagmorgen drangen Ermittler zu verschiedenen Standorten der Kommission vor. Darunter auch das Haushaltsreferat. Medienberichten zufolge konzentriert sich die Untersuchung auf Immobilienverkäufe, die während der Amtszeit von Johannes Hahn als Haushaltskommissar getätigt wurden. Hahn hat die EU-Politik mittlerweile verlassen, wenngleich er nun als EU-Sondergesandter für Zypern fungiert.
Insgesamt sollen 23 Gebäude Gegenstand der Ermittlungen sein, die der belgische Staatsfonds SFPIM für rund 900 Millionen Euro erworben hat. Damals hatte die Kommission erklärt, alle Finanzvorschriften der EU seien bei diesem Geschäft eingehalten worden.



