Bayern-Chef nennt Kampagnen "arrogant"

Söder wehrt sich gegen Kritik an Mütterrente

Söder wehrt sich gegen Kritik an Mütterrente
Foto: Markus Söder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

CSU-Chef Markus Söder hat sich erneut deutlich gegen Kritik an der umstrittenen Ausweitung der Mütterrente gewehrt. Bei seiner politischen Aschermittwochsrede in Passau bezeichnete er die Gegenwehr als "arrogante Kampagne" und betonte den besonderen Respekt vor der Lebensleistung von Millionen Frauen, die sich nun benachteiligt fühlen könnten.

Respekt für Rentnerinnen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat beim Politischen Aschermittwoch seiner Partei harsche Kritik an der Ausweitung der Mütterrente zurückgewiesen. Er sprach von einer „zum Teil arroganten Kampagne“ gegen die Rentenzulage, insbesondere von Leuten mit hohen Pensionen im Fernsehen.

Generation der Mütter im Fokus

Söder betonte die Bedeutung des Respekts für die Lebensleistung von zehn Millionen Frauen in Deutschland. Es gehe um die Generation, die in den 1970er und 1980er Jahren Kinder erzogen habe. Gerade in ländlichen Regionen Bayerns habe es damals wenig Kinderbetreuung gegeben, weshalb diese Frauen heute oft geringere Renten erhielten.

Zwischen Alt und Jung

Diese Frauen hätten sich oft stark eingeschränkt, um ihren Enkeln etwas schenken zu können. Söder prangerte an, dass sie zugleich sehen, wie neu zugezogene Menschen in Deutschland staatliche Leistungen erhielten, ohne zuvor in die Sozialkassen eingezahlt zu haben. Dies sei unfair und gehe so nicht weiter, so der CSU-Chef.