Kritik aus dem Expertenrat
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeigt sich über das Ausscheiden von Ulrike Malmendier aus dem Gremium „mit allergrößtem Bedauern“.
Die Bundesregierung hatte entschieden, die Amtszeit der renommierten Wirtschaftswissenschaftlerin nicht zu verlängern. Malmendier war rund dreieinhalb Jahre Teil des Rates.
Der Rat betont den Verlust eines „hochgeschätzten Mitglieds“, dessen internationales wissenschaftliches Renommee in der Geschichte des Gremiums seinesgleichen suche. Insbesondere Malmendiers „Blick von außen“ aus den USA auf Europa und Deutschland werde künftig fehlen.
Malmendier äußert Bedauern
Auch Malmendier selbst äußerte sich betroffen. „Es war mir eine große Ehre“, sagte sie, sowohl mit wissenschaftlicher Expertise als auch mit ihrem spezifischen Blick von außen zur Arbeit des Gremiums beigetragen zu haben. Stolz sei sie vor allem auf die von ihr initiierte „Frühstart-Rente“, die Eingang in die politische Debatte um Altersvorsorge und Generationengerechtigkeit gefunden hat. Sie biete ihre Expertise weiterhin für die Politikberatung in Deutschland und Europa an.


