Erste Gespräche über Waffenstillstand

Scholz und Selenskyj telefonieren – Geht es jetzt um Friedensverhandlungen?

Bundeskanzler Olaf Scholz spricht im Deutschen Bundestag an einem Rednerpult. Er trägt einen dunklen Anzug mit weißem Hemd und blauer Krawatte. Im Hintergrund sind andere Abgeordnete zu sehen.
Foto: Foto: Juliane Sonntag / photothek

Berlin – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Mittwoch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. In dem Gespräch ging es um die aktuelle militärische und humanitäre Lage sowie um mögliche Schritte in Richtung eines dauerhaften Friedens in der Ukraine.

Laut Regierungssprecher Steffen Hebestreit begrüßte Scholz die Bereitschaft der Ukraine, „zum frühestmöglichen Zeitpunkt Verhandlungen aufzunehmen“. Beide Staatschefs seien sich einig gewesen, dass die USA dabei eine zentrale Rolle spielen könnten – insbesondere mit Blick auf einen möglichen Waffenstillstand.

Angriffe auf zivile Infrastruktur beenden?

Ein erster Schritt auf dem Weg zum Frieden könnte laut Scholz und Selenskyj ein Ende der Angriffe aus der Luft und von See auf die ukrainische Energieinfrastruktur sein. Deutschland werde die Ukraine weiterhin in enger Abstimmung mit internationalen Partnern unterstützen, „bis ein gerechter, umfassender und dauerhafter Frieden erreicht ist“, betonte Scholz.

Enge Abstimmung mit westlichen Partnern

Beide Regierungschefs unterstrichen die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen der Ukraine und ihren Verbündeten. Auch die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern soll fortgesetzt werden, um eine nachhaltige Lösung für den Konflikt zu finden.

Ob das Telefonat zu konkreten Verhandlungen führt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der diplomatische Druck wächst – ein Waffenstillstand könnte ein erster Schritt in Richtung Deeskalation sein.