„Bei Politik der AfD nicht willkommen fühlen“
SAP-Chef Christian Klein warnt eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen, sollte die Alternative für Deutschland (AfD) politischen Erfolg haben. „Mit der Politik der AfD, würden Sie sich da willkommen fühlen? Absolut nein“, sagte Klein am Wochenende im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin POLITICO.
Klein räumte dabei auch eigenen Frust über politische Defizite in Deutschland ein, insbesondere im Bereich der Digitalisierung. „Ich bin auch frustriert über die Regulierung und über den Mangel an Digitalisierung“, gab er zu. Die AfD biete jedoch aus seiner Sicht keine überzeugenden Antworten auf die aktuellen Herausforderungen. „Aber dann schaut man sich doch die AfD mal an. Was sind denn die Lösungen? Dann finde ich, dann wird es relativ dünn“, urteilte der Vorstandsvorsitzende des Softwarekonzerns.
Fachkräfte aus dem Ausland essenziell
Für Unternehmen wie SAP sei die Zuwanderung von Fachkräften entscheidend. „Wir brauchen Fachkräfte aus dem Ausland, etwa aus Indien, den USA oder Skandinavien. Wir brauchen auch Menschen, die nach Deutschland kommen“, erklärte Klein. Eine Politik im Sinne der AfD, die potenziell abschreckend wirke, wäre „einfach ein fatales Zeichen“ für die internationale Anziehungskraft des Standorts.
Gleichzeitig appellierte Klein an die etablierten Parteien. Die Probleme seien seit Jahren bekannt. „Es ist jetzt einfach mal an der Zeit, vielleicht auch manchmal das Parteibuch ein bisschen zu vergessen und zu sagen: Was ist jetzt das Wichtige für Deutschland?“ Für das Land seien vor allem Wirtschaftswachstum und europäische Geschlossenheit von Bedeutung. „Wir brauchen einfach Wirtschaftswachstum, weil das ist dann auch eine gewisse Stärke. Wir brauchen Europa“, so Klein.



