Langer Atem gefordert
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erwartet keine baldige Entspannung im Iran-Konflikt. Er rechne damit, dass der Krieg noch längere Zeit andauern werde, sagte er in den ARD-Tagesthemen. Bei seinem jüngsten Besuch in Israel und Gesprächen mit seinem dortigen Amtskollegen Gideon Sa´ar sowie einem Telefonat mit dem US-Außenminister Rubio habe sich diese Einschätzung verfestigt.
Zerstörung von Arsenale im Fokus
Beide Seiten, so Wadephul, verfolgten mit hoher Intensität das Ziel, die militärischen Fähigkeiten des Iran zu zerstören. Dies betreffe sowohl das Atomprogramm als auch das Arsenal an ballistischen Raketen, die nicht nur die Region, sondern auch Europa bedrohen würden.
Deutschlands Rolle und globale Auswirkungen
Deutschland könne eine Rolle bei der Beendigung des Krieges spielen, indem es mit Partnern über die Bedingungen der Fortführung und deren Auswirkungen spreche. Wadephul nannte explizit die Gefahr neuer Flüchtlingskrisen und steigende Energiepreise als zentrale Anliegen, die Deutschland bei seinen Gesprächen zur Sprache gebracht habe. Er betonte auch die Bedeutung der territorialen Integrität des Iran und die Notwendigkeit, ein Chaos im Land zu verhindern, was niemandem nützen würde. Ebenso wichtig sei die Vermeidung einer Eskalation des Konflikts – ein Interesse, das offenbar auch von vielen Golfstaaten geteilt werde. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

