Unsicherheit prägt Wall Street
Die Aktienmärkte in den USA zeigten sich am Dienstag verhalten. Der Dow Jones verlor zum Handelsende geringfügig, während auch der breiter gefasste S&P 500 und die Nasdaq im Minus notierten. Die Handelsentscheidungen der Investoren scheinen weiterhin stark von den politischen Entwicklungen im Nahen Osten beeinflusst zu werden.
Irrungen und Wirrungen um Öltanker
Zu Beginn des Handelstages schien die Nachricht, dass ein iranischer Öltanker in der Straße von Hormus vom US-Militär eskortiert worden sei, die Märkte positiv zu beeinflussen. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, dass der Konflikt mit dem Iran „fast beendet“ sei. Sein Energieminister Chris Wright twitterte fälschlicherweise von einer erfolgreichen militärischen Begleitung eines Tankschiffes.
Die Freude währte jedoch kurz. Das Weiße Haus dementierte die Meldung und Wright löschte seinen Tweet. Später reagierte Trump verärgert auf Berichte, wonach der Iran begonnen haben soll, die wichtige Wasserstraße für Öltransporte zu verminen.
Trump mit scharfer Drogenung
Trump drohte dem Iran mit drastischen militärischen Konsequenzen, sollte die Strecke weiterhin vermint werden. „Sollten aus irgendeinem Grund Minen verlegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein bisher ungekanntes Ausmaß erreichen“, schrieb der US-Präsident auf seiner persönlichen Plattform.
Euro und Gold stabilisieren sich, Ölpreis absturz
Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagabend leicht schwächer und lag bei 1,1610 US-Dollar. Der Goldpreis konnte dagegen zulegen und verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 5.196 US-Dollar je Feinunze. Deutlich unter Druck geriet hingegen der Ölpreis: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent fiel um satte 8,0 Prozent auf 91,05 US-Dollar. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)


