Produktion im Januar im Minus
Die Konjunktur im Produzierenden Gewerbe Deutschlands hat im Januar 2026 einen Dämpfer erhalten. Saison- und kalenderbereinigt sank die reale Produktion um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Besonders die herstellende Industrie kämpft mit rückläufigen Zahlen.
Sektoren unter Druck
Die Herstellung von Metallerzeugnissen verzeichnete einen drastischen Einbruch von 12,4 Prozent. Auch die Pharmaindustrie (-11,9 Prozent) und die Produktion elektronischer sowie optischer Erzeugnisse (-6,8 Prozent) trugen negativ zum Gesamtergebnis bei. Diese Rückgänge lassen auf anhaltende Herausforderungen in wichtigen Industriezweigen schließen.
Energieerzeugung als Lichtblick
Eine positive Ausnahme bildete die Energieerzeugung mit einem Zuwachs von 10,3 Prozent. Dies könnte auf die ungewöhnlich kalten Temperaturen im Januar zurückgeführt werden, was den Energiebedarf steigen ließ. Dennoch wirkte der Frost auch auf andere Sektoren negativ, so sank die Produktion im Tiefbau um 7,5 Prozent.
Industrieproduktion deutlich schwächer
Die reine Industrieproduktion, also ohne Energie und Baugewerbe, verlor im Januar 2026 gar 2,5 Prozent. Sowohl Konsumgüter (-4,2 Prozent) als auch Vorleistungsgüter (-2,6 Prozent) und Investitionsgüter (-1,6 Prozent) mussten Federn lassen. Im Jahresvergleich fiel die Industrieproduktion um 2,6 Prozent niedriger aus.
Auch die energieintensiven Industriezweige zeigen ein schwächeres Bild. Hier sank die Produktion im Januar 2026 um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ein Vergleich über drei Monate (November 2025 bis Januar 2026) zeigt einen Rückgang um 1,8 Prozent. Gegenüber Januar 2025 war die energieintensive Produktion im Januar 2026 kalenderbereinigt sogar um 4,3 Prozent geringer.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)


