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Rückenschmerzen beim Schneeräumen sind vermeidbar

Rückenschonend durch den Winter: Expertentipps fürs Schneeschippen

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Foto von Filip Mroz auf Unsplash

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Der erste Schneefall ist da und mit ihm die Herausforderung, Gehwege und Zufahrten schnee- und eisfrei zu halten. Doch Vorsicht: Falsche Bewegungen beim Schneeschippen können schnell zu schmerzhaften Rückenbeschwerden führen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) liefert wertvolle Tipps, um solche Beschwerden zu vermeiden.
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Schneeschippen – Eine unterschätzte Belastung für den Rücken

Viele Menschen unterschätzen die körperliche Belastung, die das Schneeräumen mit sich bringt. Oft beginnt der Tag mit steifen Gliedern und in Eile, um die Gehwege freizuräumen. Diese Kombination aus Kälte und Hast kann leicht zu Muskelverletzungen, Zerrungen und sogar zum gefürchteten Hexenschuss führen.

Die richtige Schaufel macht den Unterschied

Ein wesentlicher Tipp der DGOU ist die Auswahl einer geeigneten Schaufel. Eine leichte und ergonomisch geformte Schaufel schont Wirbelsäule und Gelenke. Sie ermöglicht es, den Schnee zu schieben, statt ihn zu heben, und reduziert so die Belastung des Rückens.

Schieben statt Heben: Eine Frage der Technik

Das Schieben des Schnees ist rückenschonender als das Heben. Sollte es doch einmal nötig sein, eine vollbeladene Schaufel anzuheben, empfehlen die Experten, den Oberkörper gerade zu halten und dabei leicht in die Knie zu gehen. Diese Haltung verteilt das Gewicht gleichmäßiger und verhindert schädliche Belastungen.

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Schaubild: © DGOU

Zeit ist Muskelschutz

Ein weiterer wichtiger Ratschlag ist, sich ausreichend Zeit für das Schneeräumen zu nehmen. Hektische und ruckartige Bewegungen erhöhen das Verletzungsrisiko. Langsame und bedachte Bewegungen hingegen schonen die Muskeln.

Warme Kleidung – ein Muss für den Rücken

Eine warm eingepackte und vollständig bedeckte Rückenmuskulatur ist essentiell, um Verletzungen vorzubeugen. Die Kälte kann die Muskeln versteifen lassen, was das Risiko für Zerrungen erhöht.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Besonders Menschen, die bereits Rückenprobleme haben oder sich von Wirbelsäulen-OPs erholen, sollten besondere Vorsicht walten lassen. Die DGOU rät, bei Unsicherheiten den Rat eines Arztes einzuholen. Wer körperlich nicht in der Lage ist, sollte sich Hilfe in der Nachbarschaft oder Familie suchen.

Vorsicht bei bereits rückenbelasteten Patienten:

  • Nach frischen Wirbelsäulen-OPs sollte grundsätzlich mindestens 3 Monate vom Schneeschippen Abstand genommen werden.
  • Chronisch Kranke sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen.
  • Müssen große Areale bewältigt werden, empfiehlt es sich, um Unterstützung von Familienmitgliedern und in der Nachbarschaft zu bitten oder Dienstleister zu verpflichten.

Orthopäden und Unfallchirurgen geben Tipps, damit der Rücken beim Schneeschippen geschont bleibt:

  • Rechtzeitig Aufstehen: Wer morgens noch vor der Arbeit Schnee schippen muss, sollte rechtzeitig aufstehen, damit genügend Zeit bleibt und keine Hektik entsteht.
  • Muskulatur vorbereiten: Auf keinen Fall sollte man nach dem Aufstehen sofort mit dem Schneeschieben beginnen. Die nach dem Aufstehen kalte Muskulatur sollte sich erst warm laufen können, damit sie sich auf die ungewohnte Belastung einstellen kann.
  • Den Rücken vor Kälte schützen: Der Rücken sollte vollständig bedeckt und warm eingepackt sein.
  • Schieben statt heben: Den Rücken möglichst wenig belasten. Den Schnee besser schieben als heben.
  • Die richtige Haltung einnehmen: Sollte eine vollbeladene Schippe angehoben werden müssen, dann den Oberkörper gerade halten. Zum Heben leicht in die Knie gehen.
  • Auf gutes Werkzeug achten: Eine leichte Schippe mit ergonomischer Form entlastet Wirbelsäule und Gelenke.
  • Rutschfeste Schuhe: Mit dem richtigen Schuhwerk für einen sicheren Stand sorgen und Ausrutschen vermeiden.

Hexenschuss – Schmerzhaft, aber oft harmlos

Ein Hexenschuss, medizinisch als akute Lumbalgie bekannt, tritt oft nach plötzlichen Bewegungen oder falscher Belastung auf. Trotz der starken Schmerzen sollte man sich weiterhin moderat bewegen und körperliche Anstrengungen vermeiden. Wärmeanwendungen können den Heilungsprozess unterstützen. Bleiben die Schmerzen jedoch bestehen, ist der Besuch bei einem Facharzt anzuraten.

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Rückenstärkung auch im Winter

Abschließend empfiehlt die DGOU, auch in der kalten Jahreszeit für ausreichend Bewegung zu sorgen. Aktivitäten wie Skilanglauf, Winterspaziergänge, Nordic Walking, Schwimmen oder Treppensteigen stärken den Rücken und bereiten ihn auf ungewohnte Belastungen vor.

Mit diesen einfachen, aber wirkungsvollen Tipps lässt sich die Winterzeit rückenschonend und beschwerdefrei genießen. Also, beim nächsten Schneefall ruhig und bedacht zur Schaufel greifen – Ihr Rücken wird es Ihnen danken!

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