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ADAC rät Schlittenfahrern zum Helm

Rodelunfälle: ADAC warnt vor schweren Kopfverletzungen auch bei niedrigen Geschwindigkeiten – Helmtragen rettet Leben!

Schutzhelme reduzieren schwere Kopfverletzungen drastisch / Helme sollten nach 5 Jahren getauscht werden
Foto: photobac

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Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür, und für viele bedeutet das: Ab auf die Pisten zum Ski- und Schlittenfahren! Doch während Skifahrer und Snowboarder meist selbstverständlich zum Helm greifen, sieht man bei Schlittenfahrern oft noch ungeschützte Köpfe. Ein riskantes Unterfangen, wie aktuelle Untersuchungen des ADAC zeigen.

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Helmpflicht im Wintersport – Noch nicht für Schlittenfahrer

In vielen Wintersportgebieten ist der Helm bereits fester Bestandteil der Ausrüstung. In Italien beispielsweise müssen Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre beim Skifahren einen Helm tragen. Doch beim Rodeln sieht es anders aus: Viele stürzen sich ohne jeglichen Kopfschutz die Hänge hinunter. Dabei belegen Studien der ADAC Luftrettung, dass fast die Hälfte aller verunglückten Wintersportler Schlittenfahrer sind – mit oft schwerwiegenderen Verletzungen als bei Skifahrern.

Lebensgefahr auf der Rodelbahn? ADAC-Crashtest zeigt auf

Ein vom ADAC durchgeführter Crashtest verdeutlicht die Gefahren: Ein Dummy, ausgestattet mit einem Holzschlitten, raste mit 25 km/h in eine Holzbarriere. Das Ergebnis war eindeutig: Ohne Helm liegt die Wahrscheinlichkeit schwerer Kopfverletzungen bei über 90 Prozent, mit Helm reduziert sie sich auf nur 10 Prozent. Bei tödlichen Kopfverletzungen ist der Unterschied noch gravierender: Ohne Helm besteht eine 3-prozentige Wahrscheinlichkeit, mit Helm sind solche Verletzungen nahezu ausgeschlossen.

ADAC Schlittencrash: Dummy ohne Helm fährt gegen die Holzbarriere
ADAC Schlittencrash: Dummy ohne Helm fährt gegen die Holzbarriere

Vergleich mit dem Auto-Crash: Erschreckende Parallelen

Um die Dramatik zu unterstreichen, zieht der ADAC einen Vergleich mit einem Frontal-Crash bei 50 km/h im Auto: Der Unterschied zwischen einem Aufprall mit und ohne Airbag ist vergleichbar mit dem Tragen eines Helms beim Schlittenfahren. Ein Helm kann also im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.

ADAC rät: Helm auf beim Rodeln

Angesichts dieser Fakten empfiehlt der ADAC dringend, auch beim Schlittenfahren einen Helm zu tragen. Kinder sind hierbei besonders gefährdet und sollten daher immer mit Helm rodeln.

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Wichtige Tipps für den richtigen Umgang mit Schutzhelmen

  • Alter des Helms berücksichtigen. Falls nicht anders vom Hersteller vorgeschrieben, sollte ein regelmäßig im Winter getragener Helm nach fünf Jahren durch ein neues Model ersetzt werden.
  • Helm nach einem Unfall in jedem Fall austauschen, auch wenn oberflächlich keine Beschädigungen zu erkennen sind. Nicht sichtbare Mikrorisse können die Schutzfunktion beeinträchtigen
  • Auch Helme brauchen Pflege. Hierfür nach jeder Saison die Innenpolster herausnehmen und vorsichtig waschen. Die Helmschale mit einem feuchten Tuch abwischen. Auf keinen Fall lösungsmittelhaltigen Reiniger verwenden und den Helm bei der Lagerung vor UV-Strahlen schützen.

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Ein kleiner Schritt für große Sicherheit

Die Weihnachtsferien sind eine Zeit der Freude und des Spaßes im Schnee. Damit dies so bleibt und schwere Unfälle vermieden werden, ist es wichtig, dass auch Schlittenfahrer zum Helm greifen. Ein kleiner Schritt, der große Sicherheit bringt und im Ernstfall lebensrettend sein kann. Weitere Informationen zum Thema finden Interessierte auf der Webseite des ADAC.

Abschluss: Mit diesen Tipps und Informationen im Gepäck steht einem sicheren und fröhlichen Rodelvergnügen nichts mehr im Wege. Also, Helm auf und ab in den Schnee!

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