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In den Schatten der Vergangenheit

RAF-Terror in Baden-Württemberg: Karlsruherin Daniela Klette festgenommen – verrät SIE die letzten Geheimnisse?

Foto Hintergrund: Von Rijndaal – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org

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Die Rote Armee Fraktion (RAF), Deutschlands einst gefürchtetste Terrororganisation, hinterließ über zwei Jahrzehnte hinweg eine Spur der Verwüstung und des Schreckens. Mit 34 Morden und einer Reihe spektakulärer Anschläge prägte sie die politische Landschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die Anfänge der RAF in den frühen 1970er-Jahren markierten den Beginn einer Ära, in der Gewalt als Mittel politischer Auseinandersetzung für einige zum tragischen Wegweiser wurde. Die verschiedenen Generationen der RAF führten diese Linie fort und hielten die Nation mit ihren Taten in Atem.

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Ein jüngster Durchbruch in den langjährigen Ermittlungen gegen die RAF sorgt nun erneut für Aufsehen: Die Festnahme von Daniela Klette, einer 65-jährigen ehemaligen Aktivistin, die für einen spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter im Jahr 1999 und einen Anschlag auf die US-Botschaft in Bonn im Jahr 1991 verantwortlich gemacht wird. Diese Entwicklung wirft Licht auf die ungelösten Rätsel der RAF und die Hoffnung, dass neue Informationen über die Jahrzehnte des Terrors ans Licht kommen könnten. Die Rote Armee Fraktion (RAF) prägte mit ihren Taten die deutsche Nachkriegsgeschichte und hinterließ insbesondere in Baden-Württemberg tiefe Narben.

Ihre Festnahme wirft zentrale Fragen auf: Was weiß sie über die RAF-Jahrzehnte und kann sie Licht in die letzten dunklen Geheimnisse der Gruppe bringen?

Wer ermordete Arbeitgeberpräsident und Offenburger Hanns Martin Schleyer?

Ein besonders tragisches Ereignis war die Entführung und Ermordung des Offenburgers Hanns Martin Schleyer († 62), dem Präsidenten der Arbeitgeberverbände, im Herbst 1977. Dieser Fall steht symbolisch für den erbitterten Kampf der RAF gegen den deutschen Staat und wirft noch immer unbeantwortete Fragen auf.

Schleyer wurde am 5. September 1977 in Köln entführt, Ziel war die Freipressung inhaftierter RAF-Mitglieder. Nach wochenlanger Fahndung und der gescheiterten Erpressung durch die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ wurde Schleyer am 18. oder 19. Oktober 1977 ermordet. Sein Leichnam wurde in einem Audi 100 in Mülhausen, Frankreich, gefunden. Die Identität des Mörders und die genauen Umstände der Tat sind bis heute ungeklärt. Dieses Verbrechen erschütterte die Bundesrepublik zutiefst und hinterlässt bis heute Spuren in der deutschen Gesellschaft.

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Kaltblütiger Mord in Karlsruhe: Wer erschoss Generalbundesanwalt Siegfried Buback?

Siegfried Buback, 1976
Siegfried Buback, 1976
Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-00012241 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org

Die Ermordung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback am 7. April 1977 stellt einen der erschütterndsten Momente in der Geschichte der Roten Armee Fraktion (RAF) dar, insbesondere in Baden-Württemberg, wo dieses tragische Ereignis stattfand. Buback († 57), eine Schlüsselfigur in der juristischen Verfolgung der RAF, wurde zusammen mit seinen Begleitern, Fahrer und dem Leiter der Fahrbereitschaft Wolfgang Göbel († 30) und Justizhauptwachtsmeister Georg Wurster († 33), auf brutale Weise aus dem Leben gerissen. Dies geschah im Zentrum von Karlsruhe, als ein Motorrad mit zwei vermummten Personen neben ihrem Dienstwagen an einer roten Ampel zum Stehen kam.

Das für die Tat verwendete, später umgebaute Motorrad in einer Kunstausstellung im Jahre 2013
Das für die Tat verwendete, später umgebaute Motorrad in einer Kunstausstellung im Jahre 2013
Von Hanno Böck – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org

Aus einer Entfernung von nur 70 Zentimetern eröffneten die RAF-Terroristen das Feuer mit einem verkürzten Selbstladegewehr und töteten alle Insassen des Wagens mit 15 Schüssen. Dieser kaltblütige Mord schockierte die Öffentlichkeit und verdeutlichte die gnadenlose Entschlossenheit der RAF, ihre politischen Ziele durch Gewalt zu erreichen. Trotz umfangreicher Ermittlungen und der Verurteilung mehrerer RAF-Mitglieder in den folgenden Jahren bleibt die genaue Identität der Schützen bis heute ein Mysterium.

Gedenkstein am Tatort in Karlsruhe
Gedenkstein am Tatort in Karlsruhe
Foto: Von Klaus-Dieter Keller – Eigenes Werk, Gemeinfrei,commons.wikimedia.org

In Baden-Württemberg, wie im gesamten Bundesgebiet, leben die Erinnerungen an die RAF und ihre Opfer weiter. Die Auseinandersetzung mit diesem Teil der deutschen Geschichte ist ein fortwährender Prozess, der von der Hoffnung getragen wird, dass eines Tages Licht in die noch offenen Dunkelheiten der RAF-Ära gebracht werden kann. Die Morde an Hans Martin Schleyer und Siegfried Buback bleiben ein mahnendes Beispiel für die Zerbrechlichkeit der gesellschaftlichen Ordnung und die Notwendigkeit, Freiheit und Demokratie stets zu verteidigen.

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