Sicherheit für Winter 2027

Ministerium plant „Kriseninstrument“ für Gasversorgung

Ministerium plant „Kriseninstrument“ für Gasversorgung
Foto: Gasspeicher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche peilt eine Absicherung der Gasversorgung für außergewöhnliche Krisenfälle an. Bis zum Winter 2027 soll ein "Kriseninstrument" einsatzbereit sein. Die Ministerin betonte die Notwendigkeit, Marktgeschehen und potenzielle Sabotageakte klar voneinander zu trennen, um gezielte Maßnahmen ergreifen zu können.

Neue Sicherheitsmaßnahme für den Winter

Die Bundesregierung arbeitet an einem Plan, um die deutsche Gasversorgung im Ernstfall zu sichern. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, bis zum Winter 2027 ein eigenes „Kriseninstrument“ einführen zu wollen. Dies soll verhindern, dass Deutschland in eine Energiekrise gerät, wie sie beispielsweise durch Sabotageakte ausgelöst werden könnte.

„Wir prüfen sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument ist“, erklärte Reiche gegenüber dem „Handelsblatt“. Sie deutete an, dass man Optionen abwägt, darunter auch eine strategische Gasreserve nach österreichischem Vorbild.

Reiche warnte allerdings davor, Marktmechanismen und potenzielle Ausnahmesituationen wie gezielte Anschläge auf die Infrastruktur zu vermischen. „Die Vermischung beider Fälle wird leider gerade von einigen Stimmen bewusst in Kauf genommen“, kritisierte die Ministerin.

Für den kommenden Winter sieht Reiche trotz der langfristigen Planungen keine akute Gefahr. Die Gasspeicher seien ausreichend gefüllt, und die Versorgung sei über verschiedene Lieferrouten gesichert, versicherte sie zum aktuellen Stand.