Merz sieht geschlossene Front gegen Aggression im Norden
Friedrich Merz, Bundeskanzlers in der Funktion, hat im Grönland-Konflikt eine klare Linie gezogen: Die transatlantische Gemeinschaft steht zusammen. Die verstärkten Forderungen der USA nach Einflussnahme in Grönland, um „Sicherheitsbedrohungen im hohen Norden entgegenzuwirken“, interpretierte Merz als ernstes Signal. Die USA nähmen russische Aktivitäten in der Arktis demnach sehr ernst.
Merz verlagerte dabei geschickt den Fokus. Statt einer Konfrontation mit den USA, wie sie ursprünglich wahrgenommen wurde, rückten Russland und China als potenzielle Störenfriede in den Vordergrund. „Wir haben in der Ostsee hybride Angriffe erlebt, und Russland führt einen Winterkrieg gegen die Ukraine“, argumentierte Merz. Er unterstrich die gemeinsame Überzeugung der europäischen NATO-Mitglieder, dass die Sicherheit im hohen Norden gestärkt werden müsse.
Deutschland werde seine Solidarität mit Nachbarn und Partnern in Europa ausbauen, insbesondere mit Dänemark und Grönland, kündigte Merz an. Die Prinzipien der transatlantischen Partnerschaft – „Souveränität und territoriale Integrität“ – hätten dabei oberste Priorität. Dies sei die klare Botschaft an alle, die europäisches Territorium mit Gewalt bedrohten.
Gespräche mit hochrangigen internationalen Akteuren, darunter US-Präsident Trump und Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen, dienten der Vertiefung der Kooperation unter Verbündeten. Merz begrüßte Trumps Ankündigung einer Vereinbarung zu Grönland. Er bekräftigte, dass jede Drohung, europäisches Territorium gewaltsam zu beanspruchen, inakzeptabel sei. Europa müsse geschlossen und entschlossen reagieren. Die transatlantische Partnerschaft sei ein unschätzbares Gut, das es zu wahren gelte, mahnte Merz in Davos.
