Europa im Friedensprozess

Merz fordert europäische Beteiligung am Friedensprozess in der Ukraine in Deutschland

Foto: Mark Rutte und Friedrich Merz am 11.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz setzt sich für eine verstärkte europäische Mitwirkung bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts ein. Dabei hebt er die Bedeutung gemeinsamer Sicherheitsinteressen hervor und lobt Deutschlands Rolle innerhalb der NATO.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betont die Bedeutung einer europäischen Beteiligung am Friedensprozess für die Ukraine. Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte unterstrich Merz, dass eine Verhandlungslösung die Sicherheitsinteressen Europas wahren müsse. Er machte klar, dass diese Lösung nicht zulasten der Einheit von EU und NATO gehen dürfe und forderte, dass Europa aktiv an den Verhandlungen beteiligt sein sollte. Merz betonte zudem, dass die Entscheidung über territoriale Regelungen allein bei Kiew liege und den ukrainischen Präsidenten nicht in den Frieden gedrängt werden dürfe, den sein Volk nach vier Jahren des Leidens nicht mittragen würde.

Rutte lobte Deutschland für seine Rolle innerhalb der NATO. Er bezeichnete die deutschen Beiträge als beeindruckend und hob hervor, dass Deutschland das Rückgrat der NATO- Landstreitkräfte in Litauen bilde. Weiterhin stellte er dar, dass Deutschland maßgeblich Truppen und Ausrüstung für die Ostflanke der NATO bereitstelle. Rutte betonte, dass Deutschland weiterhin eine treibende Kraft bei der Unterstützung der Ukraine sei, was die enge Zusammenarbeit und das Engagement auf europäischer Ebene unterstreicht. Damit zeigt sich, dass Deutschland eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Region und bei der Friedensförderung einnimmt.