Gemeinsame Linie in Brüssel
Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron präsentierten sich beim informellen EU-Gipfeltreffen in Belgien als geeinte Front. Merz betonte das gemeinsame Ziel, die Europäische Union zügiger und leistungsfähiger zu gestalten. Im Fokus stehe die Stärkung der europäischen Industrie, um deren Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu sichern. Über diese Kernfragen sei man sich mit Macron, wie „fast immer“, einig.
Macron unterstrich die gemeinsame Dringlichkeit. Er verwies auf den unlauteren Wettbewerb durch China sowie auf Zölle und Zwangsmaßnahmen seitens der USA als Herausforderungen, die ein entschlossenes Handeln erfordern.
Kapitalmarktunion im Fokus
Der französische Präsident hob eine „starke deutsch-französische Übereinkunft“ bezüglich der Kapitalmarktunion hervor. Zugleich gelte es, Partnerschaften auszubauen und die wirtschaftlichen Risiken durch Diversifizierung zu minimieren. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der Schutz kritischer Sektoren und die Förderung von Innovationen.
Ein Fortschritt bei diesen Themen soll bereits im Juni überprüft werden. Bei Themen, bei denen keine Einigkeit mit allen 27 Mitgliedsstaaten erzielbar sei, müssten verstärkte Kooperationen in kleineren Gruppen möglich sein, um Vorankommen zu gewährleisten.

