Keine Pläne für Altkanzlerin im Schloss Bellevue
Die Gerüchteküche brodelt in der Berliner Politik, wenn es um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geht. Zuletzt hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, in der CDU-Spitze gebe es die Befürchtung, dass die Grünen Angela Merkel als Bundespräsidentin ins Rennen schicken könnten. Eine Vorstellung, die bisher jedoch keinen Präzedenzfall in der deutschen Geschichte hat.
Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat solchen Überlegungen nun eine klare Absage erteilt. „Angela Merkel hat sich ja schon selbst geäußert. Da ist nichts dran“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Deutlich machte Haßelmann auch, dass es auf Seiten ihrer Partei keinerlei Planungen in diese Richtung gebe: „Zur Bundespräsidentenwahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden.“
Auch das Büro von Bundeskanzlerin a. D. Merkel selbst wies die Spekulationen umgehend als „abwegig“ zurück, wie der „Tagesspiegel“ berichtet.
Die nächste Bundesversammlung, die im Frühjahr 2027 über die Wahl des neuen Staatsoberhaupts entscheiden wird, rückt näher. Die Union wird voraussichtlich die stärkste Fraktion stellen. Immer wieder wird indes der Ruf nach dem ersten weiblichen Bundespräsidenten laut.

