Druck auf Beschäftigte steigt
Die IG Metall schlägt Alarm. Die Bedingungen in Teslas Gigafactory bei Grünheide sind laut Gewerkschaft hart. Eine aktuelle Umfrage unter den Beschäftigten bestätigt dieses Bild. „Die Arbeit in der Gigafactory ist ein Knochenjob“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ den IG-Metall Bezirksleiter Jan Otto. Entlastung gäbe es angeblich nur, wenn die Produktion gedrosselt werden muss.
Kritik am Betriebsrat
Ein Dorn im Auge der IG Metall ist der bestehende Betriebsrat. „Der managementnahe Betriebsrat hat in all den Jahren nichts gemacht, um den Druck auf die Kolleginnen und Kollegen zu senken“, so Otto. Die Mehrheit im Betriebsrat hält derzeit eine Fraktion um die Ex-Managerin Michaela Schmitz. Die IG Metall, die rund 40 Prozent der Betriebsratssitze innehat, gerät dabei immer wieder in Konflikt mit dieser Mehrheit.
Zehn Punkte für Besserung
Die Gewerkschaft hat nun einen Zehn-Punkte-Plan veröffentlicht, der grundlegende Verbesserungen einfordern soll. Ein zentraler Punkt: „Schluss mit der Vetternwirtschaft“. Beförderungen sollen demnach künftig auf Leistung, Können und Qualifikation basieren, nicht auf Beziehungen zu Vorgesetzten. Auch weniger Stress ist ein wichtiges Anliegen. Wenn mehr produziert werden soll, brauche es mehr Personal, sonst müssten die Bänder langsamer laufen, fordert die IG Metall. Die Gesundheit der Mitarbeiter habe Priorität über Manager-Boni.
Mehr Respekt gefordert
Bezirkschef Otto betont, dass die Mitglieder der IG Metall-Liste von Tesla mehr Respekt als Arbeitgeber einfordern. Das beinhalte einen fairen Umgang, gerade wenn Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen. Der Druck auf ausgefallene Kolleginnen und Kollegen müsse aufhören.


