Ruhnert: Inakzeptable Pläne
Die Rente mit 70 ist für Oliver Ruhnert, den Generalsekretär des BSW, ein absolutes No-Go. „Dass die Rentenkommission jetzt über die Rente ab 70 diskutiert, ist ein Skandal“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er versicherte, dass seine Partei strikt gegen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters sei. Dies käme einer gravierenden finanziellen Benachteiligung für Millionen Bürger gleich.
SPD soll eingeknickt sein
Besonders scharf ins Gericht ging Ruhnert mit den Sozialdemokraten. Diesen warf er vor, dass ihr „Einknicken“ bei diesem Thema absehbar gewesen sei. Die SPD habe sich offensichtlich der Forderung nach einer Rentenrückverlegung gebeugt.
Österreichs System als Vorbild
Als positives Gegenmodell präsentiert Ruhnert das österreichische Rentensystem. Dort, so der Politiker, gehen die Menschen bereits mit 65 in Rente und erhalten im Schnitt 800 Euro mehr als in Deutschland. Der Grund für diesen Erfolg liege in der breiteren Finanzierungsbasis.
In Österreich zahlen alle Bürger – einschließlich Beamte, Minister und Abgeordnete – in das Rentensystem ein. Ruhnert fordert daher eine ähnliche „Einigung“ für Deutschland, um „endlich alle in ein solidarisches System zu bringen“. Zuvor hatten Medienberichte signalisiert, dass die Rentenkommission der Bundesregierung die Option Rente mit 70 erörtere, um eine nachhaltige Rentenreform zu erarbeiten.


