Präventionsausgaben sehr gering

Gesetzliche Krankenversicherung: Kosten steigen in Baden-Württemberg 2022 auf 32,7 Milliarden Euro

Foto: Bild:<a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Lumu" title="User:Lumu">Lumu</a> (<a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User_talk:Lumu" title="User talk:Lumu"><span class="signature-talk">talk</span></a>) - <span class="int-own-work" lang="en">Own work</span>Vorlage: Bundesministerium für Gesundheit; selbst erstellt nach dem Foto <a href="//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Elektronische_Gesundheitskarte_CeBIT_2011.JPG&action=edit&redlink=1" class="new" title="File:Elektronische Gesundheitskarte CeBIT 2011.JPG (page does not exist)">File:Elektronische Gesundheitskarte CeBIT 2011.JPG</a>, Public Domain, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20224774">Link</a>

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat in Baden-Württemberg 2022 über 32,7 Milliarden Euro ausgegeben – ein Anstieg von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht mehr als der Hälfte (52 %) der gesamten Gesundheitsausgaben des Landes, die sich auf 62,845 Milliarden Euro summierten.

Mehr als die Hälfte der Ausgaben, knapp 32,7 Milliarden Euro, entfielen auf die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Besonders stark finanziert waren ärztliche Leistungen mit 10,7 Milliarden Euro sowie Arzneimittel mit 6,6 Milliarden Euro. Dagegen gingen nur 899 Millionen Euro (2,8 %) in Prävention und Gesundheitsschutz.

Pro Kopf weniger als im Bundesdurchschnitt

Im Schnitt gab die GKV in Baden-Württemberg 3.433 Euro je Versichertem aus – weniger als der Bundesdurchschnitt von 3.630 Euro. Für Prävention und Gesundheitsschutz wurden pro Person lediglich 94 Euro investiert. Im Vergleich dazu entfielen 1.126 Euro auf ärztliche Leistungen und 696 Euro auf Arzneimittel.

Langfristiger Anstieg der Gesundheitsausgaben

Seit 2018 sind die Ausgaben der GKV im Südwesten um mehr als 5,2 Milliarden Euro (+19 %) gestiegen. Besonders auffällig ist der Zuwachs bei Transportkosten (+40,8 %), allgemeinem Gesundheitsschutz (+29,5 %) und Laborleistungen (+28,1 %).

Diese Zahlen verdeutlichen den wachsenden Finanzbedarf im Gesundheitssystem – bei einem vergleichsweise geringen Fokus auf Prävention. Die Entwicklung dürfte angesichts steigender Kosten und einer alternden Bevölkerung weiter unter Beobachtung bleiben.