Das Kassationsgericht in Paris hat am Mittwoch die Verurteilung des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy wegen illegaler Wahlkampffinanzierung bestätigt. Sarkozy hatte Berufung gegen das Urteil aus dem Jahr 2024 eingelegt, das ihm eine einjährige Haftstrafe für die Finanzierung seines gescheiterten Wiederwahlkampfs 2012 auferlegte. Sechs Monate dieser Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt und könnten durch alternative Maßnahmen wie das Tragen einer elektronischen Fußfessel verbüßt werden.
Sarkozy, der von 2007 bis 2012 als Präsident amtierte, sah sich seit seinem Ausscheiden aus dem Amt mit einer Reihe von rechtlichen Verfahren konfrontiert. Der aktuelle Fall konzentrierte sich auf Vorwürfe, dass Sarkozys Partei mit einer PR-Firma zusammengearbeitet haben soll, um die tatsächlichen Kosten seines Wahlkampfs 2012 zu verschleiern. Die Staatsanwaltschaft warf Sarkozy vor, er habe fast 43 Millionen Euro ausgegeben, was nahezu dem Doppelten des erlaubten Betrags von 22,5 Millionen Euro entspricht. Obwohl er nicht direkt in das doppelte Abrechnungssystem verwickelt gewesen sein soll, wurde er als Nutznießer der illegalen Finanzierung zur Verantwortung gezogen.
(Mit Material der der dts Nachrichtenagentur erstellt)


