Kritik an Angleichung an Jobcenter

Linken-Chefin Schwerdtner warnt vor Sozialstaats-Bürokratie

Linken-Chefin Schwerdtner warnt vor Sozialstaats-Bürokratie
Foto: Ines Schwerdtner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner äußert Bedenken hinsichtlich der geplanten Sozialstaatsreform. Sie fürchtet eine Zunahme der Bürokratie für Betroffene, falls sich die Regelungen zu stark am Jobcenter orientieren. Schwerdtner betont, dass jeder Mensch auf Unterstützung angewiesen sein kann und der Sozialstaat nicht gängeln dürfe.

Belastung für Hilfesuchende?

Linken-Chefin Ines Schwerdtner schlägt Alarm bei der anstehenden Sozialstaatsreform. Sie äußert konkrete Sorgen, dass die Pläne von Bärbel Bas eine Verschärfung der Bürokratie für Sozialhilfeempfänger mit sich bringen könnten.

Angleichung an Jobcenter kritisiert

„Ich habe Sorge davor, bei dem Vorschlag von Bärbel Bas, dass wir jetzt alles angleichen an das Jobcenter“, sagte Schwerdtner am Montag dem TV-Sender ntv. Sie verweist auf die bereits bestehenden Probleme beim Jobcenter und befürchtet, dass eine pauschale Vereinfachung die Lage der Menschen, die auf diese Leistungen angewiesen sind, verschlimmern könnte.

Schutz statt Bevormundung

Schwerdtner betont die grundlegende Funktion des Sozialstaats: Er soll die Menschen schützen. „Wir alle können darauf angewiesen sein“, so die Linken-Politikerin, und es gehe darum, Menschen nicht zu gängeln, wenn sie staatliche Unterstützung benötigen.

Genaues Hinsehen angekündigt

Die Linken werden jede Maßnahme begrüßen, die zu einer tatsächlichen Vereinfachung und Verbesserung für die Betroffenen führt. Sollte sich die Reform jedoch als Rückschritt erweisen oder die Menschen weiter belasten, werde die Partei dies nicht mittragen. „Wir werden uns das Gesetz ganz genau angucken, wenn es kommt“, kündigte Schwerdtner an.