Industrieller Notruf aus Antwerpen
Die Zeit drängt für Europas Industrie. Im Vorfeld des außerplanmäßigen Europäischen Rates am Donnerstag haben sich mehr als 1.300 Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften aus der gesamten EU zu einer gemeinsamen Forderung zusammengeschlossen. Unter dem Titel „Antwerpener Erklärung“, die auf dem Europäischen Industriegipfel am Mittwoch veröffentlicht wurde, richten sie einen eindringlichen Appell an die Staats- und Regierungschefs.
Das Hauptanliegen: Die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas müsse dringend wiederhergestellt werden. Dies sei essenziell, um hochwertige Arbeitsplätze zu sichern. Die Unterzeichner erwarten vom bevorstehenden EU-Gipfel in Belgien, dass er zum Wendepunkt für mutige und koordinierte Maßnahmen wird.
Der Gipfel am Donnerstag, der auf Schloss Alden Biesen in Belgien stattfindet, soll nicht nur ein Diskussionsforum sein. Die Wirtschaftsvertreter fordern konkrete, sichtbare Ergebnisse noch im laufenden Jahr 2026. Das sei zwingend notwendig, um die drohende Abwärtsspirale zu stoppen.
Am Gipfeltreffen in Antwerpen am Mittwoch nahmen über 500 Wirtschaftsvertreter persönlich teil. Mit dabei waren auch prominente politische Vertreter wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der belgische Premierminister Bart De Wever, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sowie der französische Präsident Emmanuel Macron. Sie alle standen im direkten Austausch mit den Vertretern der Wirtschaft, um die Herausforderungen zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen.



