Marktanalysten sehen geringe Dynamik

Dax stagniert – Anleger setzen auf Gewinnmitnahmen

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch nachgelassen und verlor 0,5 Prozent. Positive Impulse von den US-Börsen blieben aus. Vielmehr dominieren Gewinnmitnahmen das Marktgeschehen, selbst bei Unternehmen mit starken Quartalsergebnissen. Lediglich Siemens Energy konnte den Trend trotzen und legte deutlich zu.

Dax legt eine Pause ein

Der Handelstag am Mittwoch hat dem Dax keine entscheidenden Impulse beschert. Mit einem Schlussstand von 24.856 Punkten verzeichnete der Index einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag.

Siemens Energy, Vonovia und Infineon führten die Gewinnerliste an, während Zalando, SAP und Scout24 das Schlusslicht bildeten.

US-Daten verpuffen in Europa

„Besser als erwartete US-Konjunkturdaten schoben zwar heute zunächst die Wall Street an, prallten am Dax aber ab“, erklärte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Generell sei die Dynamik an den europäischen Märkten in den letzten Tagen gedämpft. „Die klare Anlegertendenz bleiben Gewinnmitnahmen. Auch bei den Unternehmen, die unter dem Strich überzeugende Quartalszahlen vorlegen.“

Siemens Energy trotzt dem Trend

Eine Ausnahme bildete Siemens Energy. Das Unternehmen übertraf mit seinen Quartalszahlen sogar die optimistischsten Prognosen, was zu einem weiteren Kursplus von sechs Prozent führte.

Commerzbank-Aktie unter Druck

Bei der Commerzbank drehte sich das Bild. Nach ebenfalls positiven Zahlen setzten Verkäufe ein und drückten die Aktie zunächst an die Spitze der Verliererliste. Zwar komme das Geschäft der Bank in Schwung, diese Entwicklung sei jedoch in den vergangenen Wochen bereits eingepreist worden, so der Analyst. Zudem seien die Erwartungen einiger Marktteilnehmer an den Ausblick offensichtlich höher gewesen, was zu Enttäuschungen und Verkaufsdruck durch nachlassende Nachfrage führte.

Euro schwächer, Ölpreis steigt

Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Nachmittag nach und kostete 1,1866 US-Dollar. Der Ölpreis hingegen stieg deutlich an: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 69,94 US-Dollar.