Autobauer kürzt Dividende

Dax erholt sich, Mercedes Benz mit Gewinneinbruch

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex DAX hat am Donnerstagmorgen klar im Plus eröffnet und erste Gewinne verbucht. Getrübt wird die positive Stimmung jedoch durch einen deutlichen Gewinneinbruch bei Mercedes Benz. Der Autobauer kündigte im Zuge dessen eine Dividendenkürzung an. Marktanalysten sehen eine Gemengelage aus unterschiedlichen Wirtschaftssignalen.

Börse im Aufwind, Mercedes im Visier

Der Handelstag an den deutschen Börsen begann am Donnerstagmorgen positiv. Der Leitindex DAX stieg im frühen Handel um 0,9 Prozent und erreichte rund 25.081 Punkte. An der Spitze der Kursliste platzierten sich Schwergewichte wie Siemens, Commerzbank, Deutsche Telekom und Continental.

Am anderen Ende der Skala musste jedoch die Aktie von Mercedes Benz Federn lassen. Der Autobauer präsentierte enttäuschende Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem deutlichen Gewinneinbruch. Die Konsequenz: Die Dividende wird spürbar gekürzt.

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, bewertet die aktuelle Marktsituation als komplex. „Die Anleger werden weiterhin mit einer Fülle an gegensätzlichen Impulsen konfrontiert“, so Lipkow. Insbesondere die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten, die zwar über den Erwartungen lagen, aber durch frühere Revisionen an Verlässlichkeit eingebüßt haben, machten eine genaue Interpretation schwierig. Die kommenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe würden daher an Bedeutung gewinnen.

Für Europa sieht der Analyst eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Quartalszahlen von Siemens Energy und Commerzbank zeigten diesen Trend, ebenso die frischen Zahlen von Siemens. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibe jedoch stark von China und den USA abhängig. Auch die erhöhten Rüstungsausgaben der EU könnten eine stützende Wirkung auf die Wirtschaft haben.

Der Euro zeigte sich am Morgen etwas fester und notierte bei 1,1880 US-Dollar. Auch der Ölpreis legte leicht zu: Brent-Rohöl verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 69,65 US-Dollar pro Fass.