Schnellere Entscheidungen statt ewiger Wartezeiten

Bürokratie-Schock: Berlin will „Genehmigungsfiktion“ in der EU erzwingen

Bürokratie-Schock: Berlin will „Genehmigungsfiktion“ in der EU erzwingen
Foto: Symbolbild: Baustelle, via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung will Genehmigungsverfahren in der Europäischen Union deutlich beschleunigen. Kernstück der neuen Strategie ist die Einführung einer sogenannten "Genehmigungsfiktion". Statt monate- oder jahrelanger Wartezeiten soll künftig eine automatische Genehmigung erteilt werden, wenn Behörden keine Frist einhalten. Dies soll auf einem informellen Treffen in Belgien diskutiert werden.

Berlin macht Druck: Bürokratie-Abbau als Priorität

Berlin fordert ein radikales Umdenken: „Ein anderes Mindset der Simplifizierung und Deregulierung“ sei nötig, um den Stillstand in Genehmigungsverfahren zu überwinden. Vor allem Bürger und Unternehmen leiden unter den langwierigen Prozessen, die oft Jahre dauern.

Die „Genehmigungsfiktion“ – Wie sie funktionieren soll

Die Idee ist einfach, aber wirkungsvoll: Wenn EU-Behörden für Anträge innerhalb einer festgelegten Frist keine Entscheidung treffen, gilt die Genehmigung als automatisch erteilt. Dies soll die Prozesse erheblich straffen.

Eine „Bürokratie-Notbremse“ für die EU

Zusätzlich zur Genehmigungsfiktion plant das Kanzleramt eine „Bürokratie-Notbremse“. Diese soll es ermöglichen, vor allem riskante Vorhaben auf EU-Ebene, die zusätzliche Bürokratie mit sich bringen könnten, jederzeit kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

Tempo machen vor wichtigen Wahlen

Auch wenn konkrete Beschlüsse erst im März erwartet werden, will Deutschland das Tempo erhöhen. Die schnelle Umsetzung von Maßnahmen zum Bürokratieabbau sei angesichts bevorstehender Wahlen in wichtigen EU-Ländern wie Frankreich, Spanien, Polen und Italien entscheidend, so Regierungskreise.