Vorkämpfer für Gleichberechtigung wird 84

Bürgerrechtler Jesse Jackson gestorben

Bürgerrechtler Jesse Jackson gestorben
Foto: Jesse Jackson im Jahr 1983 (Archiv), Warren K. Leffler via dts Nachrichtenagentur

Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung trauert um eine ihrer prägendsten Figuren. Jesse Jackson, enger Vertrauter von Martin Luther King Jr. und zweimaliger Präsidentschaftskandidat, ist tot. Die Familie teilte seinen Tod am Dienstag mit. Jackson wurde 84 Jahre alt.

Ein Leben im Kampf für Gerechtigkeit

Jesse Jackson war eine Ikone der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Schon in den 1960er-Jahren stand er an der Seite von Martin Luther King Jr. und kämpfte unermüdlich gegen Rassismus und Diskriminierung. Nach Kings Ermordung baute Jackson die „Rainbow Coalition“ auf, ein Bündnis, das die Demokratische Partei nachhaltig beeinflusste und progressive Politik mitgestaltete.

Jackson scheute auch nie den Weg in die Politik. Zweimal, in den 1980er-Jahren, unternahm er den Versuch, Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden. Auch wenn ihm das höchste Amt verwehrt blieb, prägte er mit seiner Rhetorik und seinem Engagement die politische Landschaft der USA.

Seine Familie gab seinen Tod bekannt, nannte jedoch zunächst keine genaue Todesursache. Jackson war seit 2017 an Parkinson erkrankt und stand laut Berichten schon länger medizinisch unter Beobachtung.