Sorge in der Sicherheitspolitik

Berlin – Koalitionspolitiker besorgt über Bedrohungslage für Grönland

Berlin – Koalitionspolitiker besorgt über Bedrohungslage für Grönland
Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Der Tag beginnt mit trockenen Straßen in der Hauptstadt, während sich Politikerinnen und Politiker in Berlin erneut um Grönland drehen. Nach Ankündigungen des US-Präsidenten wird diskutiert, wie sicherheits- und wirtschaftspolitische Linien in Europa künftig aussehen sollen. Die Debatte verlagert sich von Symbolpolitik zu konkreten Partnerschaften und Abwehr-Strategien im Nordatlantik.
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Grönland im Fokus

Kiesewetter sagte den Funke-Zeitungen: „Die Bedrohungslage für Grönland ist sehr ernst und real.“ Wer Trumps Parole „Make America Great Again“ bisher nur als wirtschaftlichen Slogan verstanden habe, habe ihn missverstanden. „Trump nimmt diesen Satz wörtlich – auch territorial“, fügt der CDU-Bundestagsabgeordnete hinzu. Nach dem Vorgehen der USA gegenüber Venezuela müsse jedem klar sein, dass es Trump auch um die physische Vergrößerung des US-Einflussbereiches gehe – wenn nicht sogar um eine Vergrößerung des Staatsgebiets der Vereinigten Staaten. Die Antwort kann jetzt nicht in militärischem Aktionismus auf Grönland liegen, solange wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben. Roettgen warnt vor Grönland-Aktionen.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Siemtje Möller, sagte den Funke-Zeitungen: „Die wiederholten Äußerungen des US-Präsidenten, die USA benötigten Grönland aus sicherheitspolitischen Gründen, erfüllen mich mit großer Sorge.“ Die Bundesregierung müsse auch gegenüber den amerikanischen Verbündeten deutlich klarstellen, dass über die Souveränität von Staaten ausschließlich diese Staaten selbst entscheiden würden und Grönland ein autonom verwalteter Teil des dänischen Königreichs bleibe.

Europa vor Aufgaben

Experten betonen, dass Europas Antworten mehrdimensional sein müssen: Von bilateralen Absprachen über Raumverteidigung bis hin zu weltweiten Partnerschaften mit Ländern wie Kanada und Südamerika. Kiesewetter ergänzt, dass die EU sich selbst als geoökonomische Macht verstehen müsse, um nicht Spielball im Konkurrenzkampf Washington–Moskau–Peking zu werden. Die Debatte bleibe ernst, doch sie sei auch eine Chance, Europas Verteidigungs- und Wirtschaftsstrategie neu zu justieren.

Damit bleibt der Blick in die nordatlantische Region wachsam. Ein möglicher Kurswechsel müsse verantwortungsvoll abgestimmt und mit konkreten Plänen untermauert werden. Ein teurer Fehler.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

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