Sonnige Aussichten für Beeren
Trotz leicht rückläufiger Anbauflächen hat die Strauchbeerenernte in Deutschland im Jahr 2025 einen beeindruckenden Sprung nach vorne gemacht. Auf rund 9.000 Hektar Land konnten Landwirte gut 45.700 Tonnen Beeren einfahren. Das sind 23,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.
Die mildere Witterung im Vergleich zum Vorjahr, das von Spätfrösten und Trockenheit gezeichnet war, wird als Hauptgrund für diesen Aufschwung genannt. Im Vergleich zum Sechsjahresdurchschnitt liegt die Ernte 2025 sogar 13,3 Prozent höher.
Kulturheidelbeeren führen die Spitze an
Die Kulturheidelbeere bleibt auch 2025 die unangefochtene Nummer eins unter den Strauchbeeren in Deutschland. Mit einer Anbaufläche von 3.450 Hektar, die nur minimal gegenüber dem Vorjahr abnahm, trugen sie rund 38 Prozent zur gesamten Erntefläche und -menge bei. Die Erntemenge stieg hier um 14,4 Prozent auf 17.300 Tonnen.
Johanniskirchen und Himbeeren mit starken Zuwächsen
Rote und weiße Johannisbeeren verzeichneten mit einem Plus von 37,3 Prozent eine besonders erfreuliche Entwicklung und erreichten 9.300 Tonnen. Auch schwarze Johannisbeeren konnten mit einer Verdopplung der Erntemenge auf 5.900 Tonnen überraschen. Himbeeren hingegen verzeichneten einen Rückgang um 11,1 Prozent auf 6.200 Tonnen.
Geschützter Anbau stagniert
Die Anbauflächen unter hohen Schutzabdeckungen, die hauptsächlich für Himbeeren genutzt werden, weiteten sich zwar leicht aus, die Erntemenge ging jedoch leicht zurück. Die konstant gehaltene Fläche für geschützten Himbeeranbau zeigt hier keine neue Dynamik.
Ökolandbau holt auf
Im ökologischen Landbau stieg die Erntemenge kräftig um 43,5 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahr. Die ökologische Anbaufläche ging zwar leicht zurück, die Erntemenge konnte jedoch auf rund 6.000 Tonnen gesteigert werden. Hier waren Aroniabeeren, Kulturheidelbeeren und Sanddorn die wichtigsten Kulturen.