Bedenken bei Altersschwelle und Umsetzung

Amthor bremst Social-Media-Verbot für Kids

Foto: Illustration mit prominenten Social-Media-Logos wie Instagram, TikTok und Facebook (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Idee eines Social-Media-Verbots für Minderjährige unter 16 Jahren stößt bei CDU-Staatssekretär Philipp Amthor auf Bedenken. Er sieht darin nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für demokratischen Austausch. Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung technischer Hürden und die Bedeutung einer europäischen Abstimmung.

Amthor will kein Schnellschuss

Ein generelles Verbot sozialer Netzwerke für Jugendliche unter 16 Jahren ist für Philipp Amthor (CDU) keine einfache Entscheidung. Als Staatssekretär im Ministerium für Digitales mahnt er eine tiefere Betrachtung an.

Soziale Netzwerke, so Amthor gegenüber RTL und ntv, seien keineswegs nur ein Tummelplatz für Gefahren. „Soziale Netzwerke bilden auch eine Chance für demokratischen Austausch“, erklärte er am Dienstag im „Frühstart“.

Allerdings verschweigt Amthor die Schattenseiten nicht. „Da hängen eine Reihe technischer Fragen dran.“ Die pauschale Festlegung auf 16 Jahre als Altersgrenze sei dringend hinterfragenswert. Er fragte rhetorisch: „Und ob 16 jetzt des Rätsels letzter Schluss ist, glaube ich, sollte man auch hinterfragen.“

Vor allem die technische Ausgestaltung eines solchen Verbots bereitet Amthor Kopfzerbrechen. „Man müsse fragen, was die technischen Voraussetzungen seien, unter denen ein Verbot sinnvoll umsetzbar sei.“ Auch die konkrete Ausgestaltung der Altersgrenze sei noch offen. Deutschland solle hier laut Amthor nicht vorpreschen, sondern auf eine europäische Linie setzen, um eine koordinierte Vorgehensweise zu gewährleisten.